Alarm für die Feuerwehr Grasbrunn mitten im Dorffest

Mitten in die Feierlaune des Neukeferloher Dorffests platzte am Samstagnachmittag der Alarm der Feuerwehr Grasbrunn und schickte gleich 58 Einsatzkräfte auf die A99.
Alarm für die Feuerwehr Grasbrunn mitten im Dorffest

Kurz nach Beginn des 3. Neukeferloher Dorffestes ertönten die Sirenen über dem Rathaus Grasbrunn. Da viele Mitglieder des veranstaltenden Burschenvereins Grasbrunn zugleich auch in der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, verließen sie binnen weniger Sekunden den Wilhelm-Dresel-Park und eilten zu ihren Fahrzeugen, um zu einem schweren Verkehrsunfall auszurücken.

Gegen 16:30 Uhr war es auf der A99 in Fahrtrichtung Stuttgart, kurz nach der Anschlussstelle Haar, zu einem folgenschweren Auffahrunfall gekommen. Ein privater VW-Kleinbus hatte wegen eines Stauendes abbremsen müssen; die Fahrerin eines dahinter fahrenden Wohnmobils erkannte die Situation noch rechtzeitig und konnte ebenfalls anhalten. Der Fahrer eines nachfolgenden Flughafentransferbusses reagierte jedoch zu spät, prallte auf das Wohnmobil und schob es durch die Wucht des Aufpralls auf den Kleinbus. An Bord des Transferbusses befanden sich insgesamt 15 Personen einschließlich des Fahrers – am gesamten Unfall waren damit 21 Menschen beteiligt.

Die 28-jährige Kleinbusfahrerin aus dem Landkreis Dachau sowie der 38-jährige österreichische Busfahrer wurden leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die 48-jährige Wohnmobilfahrerin aus dem Landkreis Traunstein sowie alle übrigen Beteiligten blieben unverletzt.
Vor Ort sicherten die Feuerwehren Grasbrunn und Haar mit gemeinsam 58 Einsatzkräften die Unfallstelle ab und stellten den Brandschutz sicher, unterstützt von der Feuerwehr Ottobrunn, dem Bereitschaftsdienst des THW München-Land, der Autobahnmeisterei sowie Rettungsdienst und Polizei. Um Transferbus und Kleinbus sicher über den Standstreifen bis zur Raststätte Vaterstetten bringen zu können, mussten Einsatzkräfte die Frontscheibe des Busses aufschneiden – die unverletzten Fahrgäste setzten ihre Reise anschließend mit einem organisierten Ersatzbus fort.


Während der Unfallaufnahme und Räumungsarbeiten blieben Seitenstreifen, ein Fahrstreifen sowie ein Teil der Auffahrt an der Anschlussstelle Haar rund eineinhalb Stunden gesperrt, nach etwa zwei Stunden waren laut Feuerwehr alle Fahrbahnen wieder frei. Für die Grasbrunner Einsatzkräfte endete der Einsatz nach rund zweieinhalb Stunden – ehe es für viele von ihnen zurück zum Dorffest ging. Gegen den Fahrer des Transferbusses leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ein.


Auf der Autobahn in Fahrtrichtung Stuttgart war es kurz zuvor bei der Anschlussstelle Haar zu einem folgenschweren Auffahrunfall gekommen. Nach Angaben der Verkehrspolizei Hohenbrunn hatte eine 28-jährige Kleinbusfahrerin wegen eines Stauendes abbremsen müssen; während die 48-jährige Fahrerin eines nachfolgenden Wohnmobils rechtzeitig reagierte, bremste ein Flughafentransferbus mit 15 Insassen zu spät und schob das Wohnmobil auf den Kleinbus. Die Kleinbusfahrerin aus dem Landkreis Dachau sowie der 38-jährige österreichische Busfahrer wurden dabei leicht verletzt und in umliegende Kliniken gebracht, alle übrigen Beteiligten blieben unverletzt.


Für Bergungs- und Reinigungsarbeiten sperrten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks München-Land, die Feuerwehren Grasbrunn und Ottobrunn sowie die Autobahnmeisterei Seitenstreifen, Auffahrt und einen Fahrstreifen für rund eineinhalb Stunden.
Gegen den Busfahrer läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Für die ausgerückten Grasbrunner Helfer bedeutete der Nachmittag jedenfalls einen ungeplanten Wechsel vom Dorffest zum Blaulichteinsatz.

Teilen mit:

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung der von Ihnen angegebenen, personenbezogenen Daten zu.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Es werden alle Kommentare moderiert. Lesen Sie bitte auch unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.