Der eigene Balkon wird im Landkreis München zunehmend zur kleinen Energiezentrale, denn mit der aktuellen Sammelbestellung für Balkonsolaranlagen sollen möglichst viele Haushalte den Schritt in Richtung Energiewende wagen können. Gerade für Mieterinnen und Mieter oder Wohnungseigentümer ohne eigenes Dach bietet sich damit eine unkomplizierte Möglichkeit, selbst Strom zu erzeugen und langfristig Kosten zu sparen. Bereits in früheren Beiträgen hat Grasbrunn Aktuell über lokale Klimaschutzprojekte und Fördermöglichkeiten berichtet, nun folgt mit dieser Aktion ein weiterer konkreter Baustein für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.
Im Zeitraum von April bis Juni 2026 organisiert der Landkreis München eine gemeinsame Bestellung für sogenannte Steckersolaranlagen. Diese Anlagen zeichnen sich vor allem durch ihre einfache Handhabung aus. Nach der Montage wird der erzeugte Strom direkt über eine Steckdose in das eigene Haushaltsnetz eingespeist. Der Einstieg ist damit deutlich niederschwelliger als bei klassischen Photovoltaikanlagen. Unterstützt wird die Aktion durch die Firma Solardet, die sowohl Komplettsets als auch Einzelkomponenten anbietet und auf langlebige Glas-Glas-Module mit einer Garantie von bis zu 30 Jahren setzt.
Interessierte haben die Wahl zwischen Selbstmontage und Installation durch eine Fachfirma. Wer selbst Hand anlegt, profitiert von einem Rabatt von zwölf Prozent sowie eingesparten Versandkosten. Bei einer professionellen Installation erhöht sich der Preisnachlass sogar auf zwanzig Prozent. Zusätzlich übernimmt Solardet auf Wunsch auch die verpflichtende Anmeldung im Marktstammdatenregister, was den bürokratischen Aufwand für die Nutzer deutlich reduziert.
Ein zentraler Termin für alle Interessierten ist der Informationsabend am 7. Mai 2026 im Landratsamt München am Messe-Campus. Zwischen 18:00 und 20:00 Uhr können dort Fragen geklärt und Details zur Bestellung besprochen werden. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail.
Weitere Informationen zur Aktion und zum Ablauf finden sich auch online unter www.solardet.de.
Die Bestellung selbst läuft ausschließlich über den Online-Shop des Anbieters. Wichtig ist dabei die Verwendung des Aktionscodes BALKONSTROM2026, um die entsprechenden Rabatte zu erhalten. Wer sich für die Selbstabholung entscheidet, kann seine Anlage an einem von vier Standorten im Landkreis abholen, darunter auch der Wertstoffhof in Haar. Die Abholung erfolgt an einem festen Termin Mitte Juni, wobei es keinen Ausweichtermin gibt. Daher sollten Interessierte die Logistik im Vorfeld gut planen.
Wie bereits bei früheren Energieprojekten im Landkreis gilt auch hier: Vorbereitung ist entscheidend. Mithilfe des Steckersolar-Simulators der HTW Berlin oder dem Solarpotenzialkataster des Landkreises können Bürger im Vorfeld prüfen, ob ihr Balkon für eine solche Anlage geeignet ist. Ebenso empfiehlt es sich, bei der eigenen Kommune nach möglichen Förderprogrammen zu fragen, da einige Gemeinden zusätzliche Zuschüsse gewähren.
Der Landkreis betont ausdrücklich, dass es sich bei der Aktion um ein freiwilliges Angebot handelt und keine Verpflichtung zur Teilnahme besteht. Auch wird darauf hingewiesen, dass neben dem beteiligten Anbieter zahlreiche weitere Firmen am Markt aktiv sind. Die Entscheidung für eine Anlage bleibt somit eine individuelle Abwägung.
Mit Blick auf steigende Energiepreise und den Wunsch nach mehr Unabhängigkeit gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Projekte wie diese Sammelbestellung zeigen, dass Klimaschutz nicht nur auf großer politischer Bühne stattfindet, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnen kann. Ob auf dem Balkon, der Terrasse oder an der Hauswand – die Energiewende wird im Landkreis München Schritt für Schritt sichtbarer und greifbarer.
Für Rückfragen zur Aktion steht das Landratsamt telefonisch unter 089-6221-2911 zur Verfügung. Technische Fragen können direkt an Solardet unter 0151-70085695 oder per E-Mail gerichtet werden.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lesen Sie bitte auch unsere Kommentarregeln:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.