Bürger für Grasbrunn: Abschied vom Rat, aber nicht vom Protest

Obwohl die „Bürger für Grasbrunn“ nicht zur Wahl 2026 antreten, wollen sie als kritische außerparlamentarische Kraft weiterhin die Gemeindepolitik begleiten.
Bürger für Grasbrunn: Abschied vom Rat, aber nicht vom Protest

Die Wählergruppe Bürger für Grasbrunn (BfG) hat mit einem aktuellen Flugblatt ihren Rückzug aus dem Gemeinderat nach 15 Jahren angekündigt, unterstreicht jedoch ihre zukünftige Rolle als wachsame Kontrollinstanz. Trotz interner Turbulenzen in der Vergangenheit, wie dem Ausschluss des ehemaligen Vorsitzenden Thomas Michalka im Jahr 2021 aufgrund „unüberbrückbarer Differenzen“, blickt die Gruppe auf eine Liste von Projekten zurück, die sie erfolgreich verhindert oder kritisch hinterfragt hat.

Zentrale Erfolge und aktuelle Kritikpunkte:

  1. Energiezentrale am Bolzplatz (2025): Die BfG kritisiert, dass Bürgermeister Korneder (SPD) eine 32,5 Meter hohe Anlage mitten in einem Wohngebiet als „alternativlos“ darstellte. Durch eine Infoveranstaltung und massiven Protest wurde die Planung schließlich im Januar 2026 gestoppt.
  2. Nahversorgungszentrum an der B 304 (2023): Hier konnte die Rodung von 36.000 qm Bannwald für ein „Renditeprojekt“ abgewendet werden.
  3. Mega-Golfplatz Möschenfeld (2008): Ein historischer Sieg gegen ein 163 Hektar großes Vorhaben, gegen das 1441 Bürger schriftlich Einspruch erhoben.

Für die Bürgermeisterwahl am 8. März 2026 empfiehlt die BfG den parteifreien Kandidaten Sebastian Stüwe, da dieser ihre Positionen teilt und über die nötige Erfahrung verfügt. Stüwe wird bereits von der CSU und der FWG unterstützt.
Die BfG lädt alle Bürger ein, sich auch ohne Ratssitz weiterhin für eine gesunde Gemeindeentwicklung zu engagieren.

Teilen mit:

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung der von Ihnen angegebenen, personenbezogenen Daten zu.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Es werden alle Kommentare moderiert. Lesen Sie bitte auch unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.