Bund, Länder und Kommunen erproben an diesem Tag ihre Warnsysteme – von Katastrophenschutzsirenen bis hin zu Warn-Apps. Ziel ist es, die technische Infrastruktur zu testen, Schwachstellen zu erkennen und die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren. Die Entwarnung erfolgt um 11:45 Uhr.
Im Landkreis München werden Warnungen vor allem über die Apps NINA, KATWARN und BIWAPP sowie über Cell Broadcast verschickt. Dieser Mobilfunkdienst sendet Nachrichten direkt auf Smartphones – allerdings ohne Entwarnung. Voraussetzung für den Empfang ist ein aktuelles Betriebssystem, ältere Geräte unterstützen die Funktion nicht.
In einigen Gemeinden ertönen zusätzlich Katastrophenschutzsirenen: Aying (mit Dürrnhaar und Großhelfendorf), Neubiberg, Neuried, Ottobrunn, Sauerlach (inklusive Altkirchen und Arget), Straßlach (mit Großdingharting) und Garching (inklusive Hochbrück). In Unterschleißheim kommen mobile Sirenen zum Einsatz. Sie heulen eine Minute lang an- und abschwellend – ein Signal, das im Ernstfall eine akute Gefahr bedeutet und zum Einschalten von Radio oder Fernsehen auffordert.
Damit Warnungen zuverlässig ankommen, sollten Nutzerinnen und Nutzer in den Apps Standortfunktionen aktivieren. Bei KATWARN heißt dies „Schutzengel-Funktion“, bei NINA „aktueller Standort“ und bei BIWAPP „Wächter-Funktion“. Nur so erreicht eine Warnung auch diejenigen, die sich gerade nicht am Wohn- oder Arbeitsort aufhalten. Wichtig ist außerdem, Push-Nachrichten für die jeweilige App zu erlauben.
Der bundesweite Warntag ist nicht nur ein technischer Probelauf, sondern auch eine Gelegenheit zur Beteiligung: Ab dem 12. September können Bürgerinnen und Bürger in einer Online-Umfrage des BBK ihre Erfahrungen schildern. Diese Rückmeldungen helfen, das System weiterzuentwickeln und in künftigen Gefahrenlagen noch zuverlässiger zu machen.
Weitere Informationen stellt das Landratsamt München unter www.landkreis-muenchen.de bereit. Für Rückfragen ist die Pressestelle per E-Mail erreichbar.

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