Unter dem Titel „Cybersecurity? Das geht uns alle an!“ lud die Grasbrunner Ortsgruppe von Bündnis 90 / Die Grünen am 22. Februar 2026 zu einem informativen Abend ins Bürgerhaus Neukeferloh ein.
Der Referent Jan Tietze, der seit elf Jahren in Harthausen lebt und auf über 20 Jahre Erfahrung in der IT-Sicherheit zurückblickt, verdeutlichte den rund 50 Gästen die Relevanz digitaler Widerstandsfähigkeit im Alltag. Angesichts von Schäden durch Cyberattacken in Deutschland, die sich laut Bitkom im Jahr 2024 auf rund 178,6 Milliarden Euro beliefen, ist Cybersicherheit längst kein reines Expertenthema mehr.
Tietze erläuterte anschaulich verschiedene Betrugsmaschen wie Phishing, Enkeltrick 2.0 oder Ransomware, bei der Daten verschlüsselt werden, um Lösegeld zu erpressen. Besonders eindringlich war die Warnung vor KI-gestützten Deep Fakes, die manipulierte Videos täuschend echt wirken lassen und zur Desinformation genutzt werden.
Für den Selbstschutz empfahl der Experte praktische Schritte: die Nutzung von Passwortmanagern, das Aktivieren der Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) und den Umstieg auf Passwortlose sogenannte „Passkeys“.
Zudem riet Tietze zur Datensicherung nach der 3-2-1-Regel und zur kritischen Prüfung von Informationen auf Portalen wie der-newstest.de.
Wer einfach mal selber überprüfen will, ob seine E-Mail-Adresse bereits in Datenlecks aufgetaucht ist, dem sei außerdem die Webseite „Have I Been Pwned“ empfehlen.
Bei Sicherheitsvorfällen finden Bürger Unterstützung auf der Webseite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.
Das Ganze schloss mit einem Ausblick auf europäische Regelungen wie den Cyber Resilience Act, der verbindliche Sicherheitsstandards für digitale Produkte festlegt.
Ein weiterer Termin ist für das 3. Quartal 2026 geplant.

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