Es sind oft die kleinen Gesten, die eine Gemeinde zusammenhalten. Ein freundliches Winken am Zebrastreifen, ein aufmunterndes Wort am frühen Morgen oder die beruhigende Gewissheit, dass jemand aufpasst, wenn die jüngsten Verkehrsteilnehmer ihren Weg zur Schule antreten. Die Bus- und Schulweghelferinnen und Schulweghelfer in Grasbrunn leisten genau das – Tag für Tag, bei Sonne, Regen oder winterlichen Temperaturen. Dafür wurden sie nun im Rahmen des diesjährigen Schulweghelfer-Essens gewürdigt.

Am 10. Juni 2026 hatte Sebastian Stüwe, Erster Bürgermeister der Gemeinde Grasbrunn die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ins Wirtshaus am Sportpark eingeladen. Für den Rathauschef war es zugleich das erste Schulweghelfer-Essen in seiner neuen Funktion als Bürgermeister – und damit eine besondere Gelegenheit, denjenigen persönlich zu danken, die oftmals im Hintergrund wirken und doch unverzichtbar für das Gemeindeleben sind.
In entspannter Atmosphäre wurde nicht nur gemeinsam gegessen, sondern auch viel gesprochen und gelacht. Zwischen den Ehrenamtlichen entwickelte sich ein lebendiger Austausch über Erlebnisse am Straßenrand, Veränderungen im Verkehrsaufkommen und die täglichen Herausforderungen ihres Dienstes.
In seiner Ansprache machte Sebastian Stüwe deutlich, welchen Stellenwert dieses Engagement für die Gemeinde besitzt. Die Schulweghelferinnen und Schulweghelfer seien verlässliche Stützen der Gemeinschaft, die jeden Morgen mit großem Verantwortungsbewusstsein dazu beitragen, dass Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause gelangen. Gerade in einer wachsenden Gemeinde wie Grasbrunn, in der das Verkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen hat, sei diese Unterstützung von unschätzbarem Wert.

Bereits mehrfach hat Grasbrunn Aktuell über die Bedeutung der Schulwegsicherheit berichtet – sei es im Zusammenhang mit Verkehrssituationen an neuralgischen Punkten, Diskussionen um Bring- und Holverkehre oder Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit rund um die Schulen. Immer wieder wurde dabei deutlich: Technik und Verkehrsplanung allein reichen nicht aus. Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen und Präsenz zeigen.
Besonders hervorgehoben wurde deshalb auch die Arbeit der Koordinatorinnen und Koordinatoren in den einzelnen Gemeindeteilen. Sie sorgen im Hintergrund dafür, dass die Dienste eingeteilt werden, organisieren Vertretungen und behalten den Überblick, damit der Schulwegdienst zuverlässig funktioniert. Ohne diese zusätzliche organisatorische Leistung wäre ein reibungsloser Ablauf kaum möglich.
Das Ehrenamt der Schulweghelferinnen und Schulweghelfer ist dabei weit mehr als das Sichern einer Straßen-Querung. Es vermittelt Kindern Orientierung, Verlässlichkeit und Sicherheit. Viele Schülerinnen und Schüler kennen „ihre“ Schulweghelfer seit Jahren. Aus kurzen Begegnungen entstehen vertraute Rituale, die den Schulalltag prägen und den Kindern ein gutes Gefühl geben.
Gleichzeitig wird deutlich, dass dieses Engagement keine Selbstverständlichkeit ist. Die Gemeinde ist deshalb weiterhin auf Menschen angewiesen, die bereit sind, einen kleinen Teil ihrer Zeit für die Sicherheit der jüngsten Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.
Wer in Grasbrunn wohnt und sich vorstellen kann, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, ist herzlich eingeladen, Teil des Teams zu werden. Interessierte können sich per E-Mail an die Gemeinde unter wenden oder direkt Kontakt mit den jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in den Ortsteilen aufnehmen.
Für Grasbrunn ist das Schulweghelfer-Essen deshalb weit mehr als ein gemeinsames Abendessen. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung für Menschen, die Verantwortung übernehmen, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Menschen, die morgens früher aufstehen, damit andere beruhigt in den Tag starten können.
Sie stehen nicht im Rampenlicht, erhalten keine großen Auszeichnungen und erwarten keinen Applaus. Und doch sind sie für viele Familien die stillen Schutzengel des Alltags.
Die Gemeinde Grasbrunn kann sich glücklich schätzen, so viele engagierte Ehrenamtliche in ihren Reihen zu wissen. Ihr Einsatz zeigt eindrucksvoll, dass Gemeinschaft dort entsteht, wo Menschen füreinander da sind – und dass manchmal schon eine Warnweste, ein freundliches Lächeln und ein wachsamer Blick ausreichen, um einen großen Unterschied zu machen.
Wenn Sie in der Gemeinde Grasbrunn wohnen, können auch Sie dieses wertvolle und wichtige Ehrenamt unterstützen.
Bitte wenden Sie sich an die Ansprechperson in Ihrem Gemeindeteil oder per E-Mail an die Gemeinde Grasbrunn.
- Grasbrunn: Eva Schöllhammer Tel. 089-46138854 oder per E-Mail
- Harthausen: Maren Petroll per E-Mail
- Harthausen: Michaela Haller per E-Mail
- Neukeferloh: Andreas Leistner, Mobil 0151-64825844 oder per E-Mail

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