Ehemalige Gebirgsjäger unterstützen Ukraine-Help-Grasbrunn

Der jüngste Spendenaufruf von Ukraine-Help-Grasbrunn hat eine überraschend große Resonanz ausgelöst – und einmal mehr gezeigt, wie schnell in Grasbrunn Hilfe organisiert wird, wenn jemand den ersten Schritt macht.
Ehemalige Gebirgsjäger unterstützen Ukraine-Help-Grasbrunn

Walter Pusch aus Neukeferloh leitete die Liste der dringend benötigten Hilfsgüter kurzerhand an seine früheren Kameraden der 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 233 Mittenwald weiter.
Was dann geschah, war ein Musterbeispiel gelebter Solidarität: Ein spontanes Spendennetzwerk entstand – und hält bis heute.

Am 22. November 2025 konnten schließlich zahlreiche Sachspenden übergeben werden: Kleidung, Schuhe, Decken, Matratzen, Baby- und Hygieneartikel – und, besonders wichtig in der Ukraine, eine große Menge Kerzen.

Walter Pusch (Mitte) gemeinsam mit seinen Kameraden Hartmut Späth (links) und Elmar Mair (rechts)

„Wir machen dort weiter, wo andere aufhören!“ Diese Devise begleitet die ehemaligen Mittenwalder Jager seit über 40 Jahren. Was früher Kameradschaft im Dienst war, wurde nun zur tragenden Kraft einer Hilfsaktion, die Menschen inmitten des Krieges unterstützt.
 Für Walter Pusch ist das mehr als Nostalgie: Es ist ein klarer Appell an die eigene Gemeinde, dass Engagement wirkt – und dass jede helfende Hand zählt.

Walter Pusch und Betty Humplmair

Ein besonderer Dank gilt dem Autohaus Ford Spann in Harthausen, das unkompliziert und kostenlos einen Transporter zur Verfügung stellte. Ohne dieses Fahrzeug wäre der Weg zur Sammelstelle bei Betty Humplmair kaum zu bewältigen gewesen.

In Walters Auto stapelten sich am Ende 10 bis 12 Umzugskartons, dazu viele kleinere Pakete – und einen alten Feuerlöscher steuerte er selbst noch bei. Die Spenden stammen ausschließlich von seinen ehemaligen Kameraden:

„Wir pflegen seit mittlerweile 42 Jahren eine enge Freundschaft – eigentlich sind wir nicht fünf, sondern 33. Dass eine solche Verbundenheit zwischen früheren Wehrpflichtigen und ihren Vorgesetzten über Jahrzehnte bestehen bleibt, ist selten – und gerade deshalb ein starkes Signal.

Manchmal kommt die größte Unterstützung eben von Menschen, deren Verbindung ein halbes Leben überdauert – und die zeigen, dass Kameradschaft mehr sein kann als eine Erinnerung.

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