Ersatzneubau der Autobahnbrücke an der A99/B 304: Neue Details zum Zeitablauf

An zwei Wochenenden kommt es rund um Haar zu spürbaren Behinderungen.
Ersatzneubau der Autobahnbrücke an der A99/B 304: Neue Details zum Zeitablauf

Autofahrer im Osten des Münchner Umlands müssen sich in den kommenden Wochen auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Im Zuge des Ersatzneubaus der Brücke der B 304 über die A99 an der Anschlussstelle Haar beginnt ein zentraler Bauabschnitt, der den Verkehr an gleich zwei Wochenenden deutlich beeinflussen wird.

Wie die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern, mitteilt, wird zunächst am Wochenende vom 24. bis 27. April 2026 die erste Hälfte einer Behelfsbrücke eingehoben. Dafür kommt ein Großkran zum Einsatz, der die Konstruktion über die Fahrbahn in Richtung Salzburg hebt. Während dieser Arbeiten wird der Verkehr auf die Gegenfahrbahn umgeleitet. In beiden Richtungen stehen damit nur noch zwei statt drei Fahrstreifen zur Verfügung. Zusätzlich ist die Einfahrt auf die A99 in Richtung Salzburg an der Anschlussstelle Haar gesperrt. Der Verkehr wird über die Umleitungsstrecke zur Anschlussstelle Hohenbrunn geführt.

Direkt im Anschluss folgen weitere Arbeiten: In der Nacht vom 27. auf den 28. April 2026wird die Fahrbahn im Bereich der Anschlussstelle saniert. Grund dafür ist der stark beeinträchtigte Zustand des Belags, der eine kurzfristige Erneuerung notwendig macht. Parallel dazu werden in den darauffolgenden Nächten auch an der Anschlussstelle Hohenbrunn Ein- und Ausfahrten in Richtung Salzburg erneuert, was zusätzliche Sperrungen und Umleitungen nach sich zieht.
Ein zweites Bauwochenende ist für den Zeitraum vom 8. bis 11. Mai 2026  angesetzt. Dann wird die zweite Hälfte der Behelfsbrücke über der Fahrbahn in Richtung Nürnberg eingehoben. Das Verfahren entspricht dem ersten Bauabschnitt, erneut kommt es zu einer Reduzierung auf zwei Fahrspuren je Richtung. Diesmal ist allerdings die Ausfahrt in Fahrtrichtung Salzburg an der Anschlussstelle Haar betroffen.

Die Behelfsbrücke ist ein entscheidender Bestandteil des gesamten Projekts. Sie sorgt dafür, dass der Verkehr auf der stark frequentierten B304 sowie der Radverkehr auch während des späteren Abbruchs und Neubaus der bestehenden Brücke weitergeführt werden kann. Ohne diese Übergangslösung wären deutlich drastischere Sperrungen notwendig.

Hintergrund der umfangreichen Maßnahme ist eine Brückenprüfung aus dem Jahr 2025, bei der eine deutliche Verschlechterung des Bauwerks festgestellt wurde. Zwar besteht aktuell keine akute Gefahr, dennoch erfordert der Zustand ein zügiges Handeln, um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten. Der gesamte Bauablauf ist auf mehrere Jahre angelegt, ein Abschluss ist nach derzeitiger Planung erst Ende 2028 vorgesehen.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt bereits jetzt eine Ankündigung für den weiteren Verlauf: Im November 2026 soll die bestehende Brücke abgebrochen werden. Dafür wird eine Vollsperrung der A99 notwendig sein, die den Verkehr rund um München erheblich beeinträchtigen dürfte. Die Autobahn GmbH empfiehlt schon jetzt, Fahrten über den Autobahnring möglichst zu vermeiden und alternative Routen einzuplanen.

Aktuelle Informationen zum Projekt stellt die Autobahn GmbH online bereit. Damit sollen Anwohner und Pendler frühzeitig über Baufortschritte und weitere Einschränkungen informiert werden. Trotz aller Belastungen zeigt sich einmal mehr, wie dringend die Modernisierung der stark beanspruchten Infrastruktur im Großraum München ist.

Kontakt:
Die Autobahn GmbH des Bundes – Niederlassung Südbayern
Pressestelle
 Tel: 089-54552-3308
E-Mail: presse.suedbayern@autobahn.de

Quellen: Autobahn GmbH, Freistaat Bayern

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