In der Sitzung des Gemeinderats am 24. Februar 2026 stand ein Tagesordnungspunkt im Fokus, der nicht nur formal, sondern auch persönlich von Bedeutung ist: Gemeinderat Maximilian Moser (CSU) legt sein Mandat nieder. Hintergrund ist sein Umzug im Dezember 2025 nach Baldham. Mit dem Wegfall des Hauptwohnsitzes in Grasbrunn verliert er gemäß den Bestimmungen des bayerischen Kommunalwahlrechts automatisch seine Wählbarkeit – und damit kraft Gesetzes sein Mandat.

Der 39-Jährige, in Neukeferloh aufgewachsen und Enkel des früheren Bürgermeisters Wilhelm Dresel, war seit der Kommunalwahl 2020 Mitglied des Gemeinderats. Laut der Bekanntmachung des abschließenden Wahlergebnisses vom 15.03.2020 zog er über die Liste der CSU in das Gremium ein. In den vergangenen Jahren engagierte sich Moser unter anderem im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Verwaltungsrat der Gemeindewerke – zentrale Gremien, in denen wichtige Weichenstellungen für Haushalt, Infrastruktur und Daseinsvorsorge vorbereitet werden.
Sein Abschied erfolgt wenige Tage vor der nächsten Kommunalwahl am 8. März 2026 – ein Termin, über den wir in den vergangenen Wochen mehrfach berichtet haben. In einem schriftlichen Grußwort bedankte sich Moser bei Kolleginnen und Kollegen sowie bei der Verwaltung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Auch wenn er künftig nicht mehr dem Gemeinderat angehört, bleibt er Grasbrunn beruflich verbunden: Mit seinem Hausmeisterservice ist er weiterhin für die Gemeinde tätig, zudem betreibt er seine Spenglerei im Ortsteil Harthausen.
Wer Maximilian Moser in den vergangenen Jahren begegnet ist, kennt ihn nicht nur aus der Kommunalpolitik, sondern auch aus dem regen Vereinsleben. So unterstützte er unter anderem die TSV-Jugend, wie wir im Beitrag „Neue Trainingsshirts von Moser Hu-Bau für die TSV Grasbrunn E-Juniorinnen“ berichtet haben. Auch als Mitglied der Krieger- und Soldatenkameradschaft Harthausen war er präsent – ein Zeichen für seine Verwurzelung im Gemeindeleben.
Als Nachfolgerin rückt Carmen Müller (CSU) aus Harthausen in den Gemeinderat nach. Die Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin hat bereits schriftlich erklärt, das Mandat anzunehmen. In der Sitzung wurde sie durch Grasbrunns scheidenden Ersten Bürgermeister Klaus Korneder vereidigt. Müller kandidiert zudem bei der anstehenden Kommunalwahl erneut für den Gemeinderat – die Wählerinnen und Wähler entscheiden somit in wenigen Tagen auch über ihre künftige politische Rolle.
Für die Gemeinde entstehen durch die Nachbesetzung keine zusätzlichen Kosten, da die entsprechenden Mittel im Haushalt 2026 eingeplant sind. Formal handelt es sich um ein Nachrücken entsprechend der Reihenfolge des Wahlergebnisses von 2020 – ein klar geregelter Vorgang im bayerischen Kommunalrecht.
Der Wechsel zeigt, wie eng persönliche Lebensentscheidungen und kommunalpolitische Verantwortung miteinander verknüpft sein können. Gleichzeitig steht er exemplarisch für die Kontinuität in der Arbeit des Gemeinderats: Mandate sind zeitlich begrenzt, das Engagement für die Gemeinde bleibt.
Mit Blick auf die anstehende Wahl am 8. März 2026 erhält der personelle Wechsel zusätzliche Bedeutung. Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden in wenigen Tagen über die Zusammensetzung des neuen Gemeinderats – und damit über die politische Richtung der kommenden sechs Jahre.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lesen Sie bitte auch unsere Kommentarregeln:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.