Grasbrunner Bürger gegen NVZ Neukeferloh

Grasbrunner Bürger gegen NVZ Neukeferloh

Am 25. Juli 2022 fand im Bürgerhaus Neukeferloh eine Informationsveranstaltung
der Investoren und Projektplaner Michael Dreier und Johann Schöb des Projekts „Nahversorgungszentrum Neukeferloh“ – nachfolgend auch NVZ abgekürzt – statt.

Die Veranstalter hatten wohl mit geringem Interesse gerechnet. Gerade mal 40 Stühle waren zunächst aufgestellt worden. Nach und nach füllte sich das Bürgerhaus und war letztlich mit über 400 interessierten Bürgern bis auf die oberen Ränge besetzt. Auch der 1. Bürgermeister der Gemeinde Grasbrunn, Klaus Korneder und einige Gemeinderäte der Ortsfraktionen waren vor Ort, um weitere Informationen zu erhalten und im Dialog mit den Bürgern zu bleiben.

Im Vorfeld hatte eine Gruppe von Anwohnern des diskutierten NVZ Neukeferlohs per Flugblatt auf die Veranstaltung hingewiesen und zur Unterstützung gegen die Pläne der Investoren aufgerufen. Vor dem Bürgerhaus Neukeferloh demonstrierten am Abend rund 30 Grasbrunner mit Protestplakaten und Trillerpfeifen gegen das Projekt und machen ihrem Unmut in Sprechchören Luft.

Projektplaner Johann Schöb leitete den Abend, wie schon in der Gemeinderatssitzung, mit dem Verkehrskonzept ein, das den Verkehr ab Kreuzung der B 304/Waldbrunnerstraße durch zwei weitere Linksabbieger-Spuren entzerren soll. Auf Zwischenrufe reagierte er unwirsch mit den Worten: „Wenn es Sie nicht interessiert, können Sie gerne auch wieder gehen.“

Investor Michael Dreier aus Baldham und Projektplaner Johann Schöb aus Kempten

Weiter wurde eine Grafik gezeigt, die darstellen sollte, wie sich eine mögliche Bebauung in Sachen Lärm- und Emissionsschutz auf die anliegenden Wohnhäuser auswirken würde. Auch hier konnte Hr. Schöb das Publikum kaum überzeugen und stellte die krude These auf, dass Wald keinen Lärmschutz brächte. Es wurde zwar kein Emissionsschutzgutachten erstellt, aber aus Erfahrung würden die Emissionen für den südlichen Teil von Neukeferloh durch eine Bebauung deutlich geringer. Er versprach außerdem Ausgleichsflächen für den Bannwald, die allerdings 5 km außerhalb vom Gemeindegebiet Grasbrunn liegen.

Da die Schöb Projektentwicklungs-GmbH in der Vergangenheit häufig Spielotheken und Spielhallen realisiert hat, fürchten viele Bürger die Ansiedlung eben solcher auch im NVZ Neukeferloh. Zwar ist davon zurzeit noch keine Rede – auf eine Frage aus dem Publikum, wie viele Spielhallen denn auf dem Gelände entstehen würden, überraschte Hr. Schöb mit der Antwort „So viel die Gemeinde genehmigt.“.

Aber Glücksspiel, Tankstellen und Fast-Food-Restaurants sind nicht nur aus der Zeit gefallene Geschäftsmodelle, sie bringen auch sehr viele Menschen, Müll und Lärm mit sich – besonders durch die exponierte Lage direkt an einer Autobahnabfahrt der am stärksten befahrenen Autobahn Deutschlands. Da warf Hr. Schöb noch schnell hinterher, dass auch ein Vollsortimenter, ein Discounter und ein Drogeriemarkt geplant seien und – dies war bisher nur ein Wunsch von Klaus Korneder – ein Ärztezentrum und eine Apotheke.

Die Bürger warfen Schöb und Dreier erneut vor, unprofessionell zu informieren. Viele anwesenden Bürger machen sich Sorgen um den 24/7-Betrieb, der durch ein Gewerbegebiet entstehen kann und sehen keinen Bedarf an zusätzlichen Einkaufmöglichkeiten. Auch den Beitrag zum Klimaschutz sahen viele Bürger angesichts der massiven Flächenversiegelung sehr kritisch.

Nach Ablauf einer Stunde, wurde der Ton rauer und einige Bürger wurden – mit Blick Investoren und Projektplaner – deutlich: „Herr Dreier, Herr Schöb. Vielleicht haben sie ein Verständnisproblem. Wir in der Gemeinde Grasbrunn wollen ihr Vorhaben hier nicht haben. Wir wollen den Wald erhalten und nicht abgeholzt haben!“

Erster Bürgermeister Klaus Korneder stellte sich nicht uneingeschränkt auf die Seite seiner Gemeinde.  Auf die Frage der Anwesenden, wie er denn zu dem Projekt persönlich stehe, wollte er sich nicht festlegen und berief sich auf eine Entscheidung im Gemeinderat. Er versicherte erneut, dass bisher kein Bauantrag vorläge und dass es auch keine Absprachen im Gemeinderat gegeben hätte. „Man solle zumindest über solche Anträge nachdenken dürfen“, so Korneder.

Klaus Korneder, 1. Bürgermeister der Gemeinde Grasbrunn versuchte das Publikum zu beruhigen.

Michael Dreier, der sich den ganzen Abend sehr im Hintergrund hielt und Schöb die Bühne überließ, versuchte zu betonen, dass es sich nur um Vorplanungen handele, konnte die Situation aber auch nicht mehr retten und verabschiedete das anwesende Publikum.

Sollten die Investoren einen Bauantrag stellen, muss der Grasbrunner Gemeinderat darüber abstimmen. Laut Aussagen des Rathauses besteht Planungshoheit bei der Gemeinde Grasbrunn. Sollten sich die Gemeinderäte gegen das Projekt entscheiden, würde auch nicht gebaut werden.
Sollten sich die Räte aber mehrheitlich für eine Baugenehmigung entscheiden, bliebe den Bürgern nur noch die Möglichkeit ein Bürgerbegehren gegen das Nahversorgungszentrum zu initiieren und Unterschriften zu sammeln.

Bund Naturschutz Vaterstetten und Mitglieder der Grünen aus Haar sprachen sich solidarisch mit den Gegnern des Nahversorgungszentrums aus und würden – im Fall der Fälle – den Widerstand unterstützen.

Nach der Veranstaltung versuchten wir von Michael Dreier noch eine Einschätzung zum Verlauf des Abends zu bekommen – vergeblich. „Ich muss diesen emotionalen Abend erst mal verarbeiten.“ so Dreier.

29 Antworten auf “Grasbrunner Bürger gegen NVZ Neukeferloh

  1. Liebe Nachbarn,
    gerade in der letzten Zeit wurden uns die Auswirkungen der Klimaerwärmung deutlich vor Augen gefüht.
    Es reicht nicht mehr sich nur gegen die Abholzung des Regenwalds auszusprechen – ist er ja (gottseidank!) so weit weg und verlangt kein eigenes Handeln…
    Klimaschutz beginnt hier und jetzt in unserem Ort.
    Wer von uns sitzt bei großer Hitze nicht gerne unter einem schattigen Baum und genießt die Kühle
    – oder würden Sie lieber eine Lärmschutzwand vorziehen?
    Dies ist nur ein Vorteil wenn man in einer ländlichen Umgebung wohnen kann.
    Es ist viel zu kurz gedacht, Bannwald nur mit Lärmschutz in Verbindung zu bringen.
    Bekanntlich hat er viele Aufgaben und unterliegt nicht umsonst dem staatlichen Schutz.
    Unverantwortlich, wenn hier zur Axt gegriffen wird!
    Lassen Sie uns gemeinsam unsere Ressoucen bewahren und schützen,
    denn wieviel Aldi braucht denn ein Mensch?

  2. Wir sind uns bewusst, dass das Thema „Nahversorgungszentrum Neukeferloh“ bei vielen starke Emotionen hervorruft.

    Sinn der Kommentarfunktion ist jedoch nicht, auf jeden Kommentar eines anderen immer zu antworten. Das ist dann besser in einem sozialen Netzwerk oder einem Messenger (WhatsApp, Signal, Telegram & Co.) aufgehoben.

    Des Weiteren häufen sich die Fälle falscher Autorennamen. Daher der Hinweis, dass wir vor der Veröffentlichung eines Kommentars Echtheit, Inhalt und Autor prüfen.

    In den vergangen zwei Tagen haben wir aus vorgenannten Gründen einige Kommentare abgelehnt.

    Persönliche Angriffe, Abwertungen oder falscher Ton führen in jedem Fall zu einer Ablehnung eines Kommentars.

    Herzliche Grüße
    Grasbrunn Aktuell

  3. Herzlichen Dank für die Berichterstattung über die turbulente Infoveranstaltung der Investoren Michael Dreier und Johannes Schöb zu ihrem geplanten Nahversorgungszentrum im Bannwald an der B 304.
    Ich habe als Bürger der Nachbargemeinde Vaterstetten und als Vorsitzender des Bund Naturschutz Vaterstetten die Veranstaltung besucht, weil ich für den Erhalt und den Schutz des über 32 Hektar großen Bannwaldstreifens eintrete, den die Investoren zu vernichten beabsichtigen. Die Argumente von Herrn Schöb reflektierten in keiner Weise, welche Bedeutung der Bannwald für die nähere und fernere Nachbarschaft hat. Im Gegenteil behauptete Herr Schöb, dass nach der Errichtung seiner riegelartigen Gewerbebauten der Lärmschutz vor der B 304 für die unmittelbaren Nachbarn verbessert würde und das Waldgebiet selbst die näheren Anwohner nicht vor den Verkehrslärm schützen würde. Er wolle den Bürgern Konsummöglichkeiten in der Nähe verschaffen (das sei ja umweltschonend) und sogar die Versorgung mit Ärzten und einer Apotheke verbessern.

    Nach Artikel 6 des Bayerischen Waldgesetzes ist Bannwald aber ein Wald, der auf Grund seiner Lage und seiner flächenmäßigen Ausdehnung vor allem in Verdichtungsräumen und waldarmen Bereichen unersetzlich ist und deshalb in seiner Flächensubstanz erhalten werden muss und welchem eine außergewöhnliche Bedeutung für das Klima, den Wasserhaushalt oder für die Luftreinigung zukommt, Zu Bannwald kann durch Rechtsverordnung ferner Wald erklärt werden, der in besonderem Maß dem Schutz vor Immissionen dient.
    Über diese Rechtsgrundlage wollen sich die Investoren hinwegsetzen. Sie bieten als Ausgleich nur an, in 5 Kilometer Entfernung einen Ersatzwald zu schaffen, der aber erst nach einigen Jahrzehnten vergleichbare klimatische Wirkungen entfalten kann.
    Im Bayernportal der Bayerischen Staatsregierung wird dagegen darauf hingewiesen, dass im Fall einer Rodung „direkt angrenzend an den vorhandenen Bannwald Wald neu begründet werden muss, der hinsichtlich seiner Ausdehnung und seiner Funktionen dem zu rodenden Wald annähernd gleichwertig ist oder gleichwertig werden kann.“

    Für die Bewohner von Neukeferloh und Vaterstetten ist der Bannwald, der entlang der B 304 verläuft und an die A 99 angrenzt, ein unverzichtbares Rechtsgut. Das sollten die Investoren und auch der Grasbrunner Bürgermeister, Klaus Korneder nach dieser „emotionalen“ Veranstaltung wahrgenommen haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gregor Häuser
    Vorsitzender des Bund Naturschutz Vaterstetten

  4. Ein Gewerbegebiet an dieser Stelle dient nur den privaten Interessen der Investoren. Dem steht der – nach dem Stand der Meinungsäußerungen – klar erkennbare Wille der Grasbrunner*innen gegenüber, den Bannwald zu erhalten sowie zusätzliche Lärm- und Verkehrsbelastung zu vermeiden. Für die lebenswerte (Weiter-)Entwicklung unserer Gemeinde und Neukeferlohs gibt es sicher geeignetere und dringendere Projekte. Insbesondere was eine Belebung des Ortskerns (zwischen Kirche, Rathaus und Gartenstraße) in Neukeferloh angeht. Ich meine und hoffe, dass die Mehrheit des Gemeinderats fraktionsübergreifend genauso denkt.

    1. Wie soll denn die Belebung des Ortskerns aussehen? Sollten in einem kleinen Ort nicht ein paar Ruheinseln bestehen bleiben? Oder muss überall etwas geboten werden? Ich finde es sehr schön, wie es im Moment ist, lass mich mit Vorschlägen aber gerne überraschen.

  5. Der SZ-Artikel von Lydia Wünsch ist nett geschrieben, aber jeder der dabei war, hat mitbekommen wie unprofessionell und unvorbereitet die zwei „Möchtegerninvestoren“ waren. Jede Wortmeldung der Bürger war vorbereitet, hatte Zahlen, Daten, Fakten. Herr Schöb stand 20 Minuten vor einem Mandala eines Dreijährigen und versuchte irgendwas von Schallschutz zu faseln. Argumente hab ich von den Zwei da oben nicht gehört, Argumente kamen nur von den Gegnern.
    Unprofessioneller hätte man das ganze nicht aufziehen können.
    Die Beiden wirkten da oben hilflos und planlos und Herr Schöb kam mir vor wie ein Fünfjähriger, dem man den Lutscher weggenommen hat. Die beiden sollen sich zusammen setzen, darüber nachdenken und einsehen, dass es eine Schnapsidee ist.
    Lasst unseren Wald, wie er ist.

    1. Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe aus erster Reihe mitbekommen, wie 3er immer Schöb soufflierte, wenn er einen Texthänger hatte. Die Grafiken waren weder professionell noch „moderne Kunst“, wie jemand launig anmerkte. Es war NICHTS. Klar erkennbar, dass er keine Ahnung von der Materie hat, wenn jemand bemerkt, dass Wald mit Lärmschutz nichts zu tun hat. Er insinuierte ja, dass seine projektierten Betonklötze der bessere Lärmschutz sei, was mit höhnischen Gelächter auch völlig zu Recht quittiert wurde. Im SZ-Artikel finden wir allerdings einen Text, der die Gegner des Projektes als hinterwäldlerische Deppen erscheinen lässt, die nur störten und sich keine „Argument“ anhören wollten. Bitte nachlesen und ggf. mit Leserbriefen reagieren. Empörend.

  6. Die Befürworter des Projekts möchten es mit dem Argument einer fehlenden Apotheke und eines Ärztehauses den Bürgern verkaufen.
    Dabei hat jede Apotheke im Umkreis von Neukeferloh einen Lieferservice. Auch die Ärzteschaft ist bei Kranken und Altersschwachen jederzeit bereit zu Hausbesuchen. Und das nicht erst seit heute. Eine weitere Apotheke und ein Ärztehaus würde die bereits bestehende Versorgung kanibalisieren und schwächen.

    1. Insgesamt rechnet sich bei der Einwohnerzahl kein Ärztehaus und keine Apotheke. Von was redet Korneder denn? Beide Gewerbearten passen ja wohl auch kaum in ein Gewerbegebiet. Das ist Augenwischerei, mit der Korneder von seiner unentschlossenen Haltung ablenken will. Sein entschiedenes: sowohl als auch wird ihn vermutlich die Wiederwahl kosten.
      Zu Recht- professionell sieht anders aus.

  7. Ich kann die Aufregung um das geplante Gewerbegebiet beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die Ablehnung zeugt meines Erachtens von einem rückwärts gewandtem Denken. Man kann sicher darüber diskutieren, ob man wirklich einen weiteren Vollsortimenter oder einen Discounter braucht – ebenso wie über die anderen Bestandteile.
    Aber insgesamt würde ein solches Gewerbegebiet die Gemeinde aufwerten, sie modernisieren und an das 21. Jahrhundert heranbringen. Es könnte einen Beitrag leisten, sie aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken, das gesellschaftliche Leben fördern und somit die Lebensqualität insgesamt für alle Generationen zu erhöhen. Dazu könnte es hilfreich sein, wenn nicht nur über Einkaufszentren, sondern auch über eine alternative Gestaltung nachgedacht werden würde.

    1. Lieber Richard, danke für Ihren Beitrag. Das ist – denke ich zumindest – der springende Punkt: alternative Möglichkeiten. Die vorgeschlagenen Optionen überzeugen nicht, die zu befürchtenden Spielhallen noch ein bisschen weniger. Wie können wir unsere Gemeinde sinnvoll weiterentwickeln, ökonomisch und ökologisch, ohne andere Gemeinden zu kopieren. Sich erkennbar abzugrenzen könnte für alle Beteiligten (vor allem Bewohner der Gemeinde und die, die es werden wollen) sinnvoll sein. Die aktuelle Projekt-GmbH muss ja nicht unbedingt dabei sein 😉

    2. Man kann ja mal die Parsdorfer befragen, wie’s nach dem Bau des Gewerbegebietes mit ihrer Lebensqualität aufwärts ging, gerade was den enormen Durchgangsverkehr und den damit verbundenen Lärm betrifft, vor allem wenn die A 94 mal wieder dicht ist.

  8. Was in Neukeferloh fehlt, wäre ein Bioladen, gerne mit angeschlossenem Restaurant und einem Natur- und Erlebnisspielplatz für Kinder. Im Technopark gegenüber wäre genug frei und genug Platz.

    Wer heutzutage ernsthaft einen Wald abholzen will, um dort einen McDonalds hinzustellen, der hat irgendwie den Schuss nicht gehört.

    Dazu würde das natürlich durch den Gestank, Abgase etc. die Wohnhäuser in der Umgebung im Wert mindern. Wer will schon neben einem McDonalds und dicht befahrenen Einkaufszentrum leben.

    1. Ich wette von Seiten der betreffenden Firmen (McD,Edeka,Rewe,DM,Aldi besteht kein Interesse.Schöb hat ja gestern zugegeben, dass das nur Beispiele für sein angebliches „Verkehrsgutachten“ waren.Tankstelle, Spielhalle und Schlimmeres steht auf dem Programm.

  9. Man hört nur die die am lautesten schreien. Es gibt auch genügend Bürger in der Gemeinde die dieses Projekt befürworten. Ein Ärztehaus, eine Apotheke, ein Drogeriemarkt und ein Schnellrestaurant würde Neukeferloh weiter aufwerten. Wir versuchen zwanghaft uns an den 70er oder 80er Jahren festzukrallen, wenn alle anderen Gemeinden um uns herum offen für Wachstum und Modernisierung sind.
    Wann bekommen denn mal die Befürworter hier endlich Gehör geschenkt? Man könnte den Eindruck bekommen, dass das nicht erwünscht ist.

    1. Wohnen sie zufällig im Luisenweg ? Wenn das Projekt durchgeht und sie woanders wohnen, wie wärs dann mit Haustausch ?

    2. Ein McDonalds würde Neukeferloh aufwerten? Ich kann mir vorstellen, wer von uns hier in Kategorien der 70er und 80er Jahre denkt. Die Gegner des Projekts sicher nicht.
      Reichen die beiden Apotheken in Haar und die beiden in Vaterstetten nicht?
      Ärztehaus braucht kein Mensch- würde sich wegen der zu kleinen Bevölkerung im Leben nicht rentieren. Wachstum und Modernität sieht anders aus.

    3. Grüß Gott, Herr Andy!
      Ottobrunn, die Kommune mit der nach München zweithöchsten Bevölkerungsdichte Deutschlands, war zu Beginn des vorigen Jahrhunderts ein Idyll für Ausflügler und noch bis in die Siebzigerjahre eine grüne Gemeinde. Da haben Sie schon zwei Ihrer vorbildlichen Nachbargemeinden, auf die Sie hinweisen. Und wenn sich Apotheke und Ärztehaus als „Trojanische Pferde“ erweisen, sind Sie dann auf der Seite der schwer betroffenen Bürgerschaft?
      Lassen Sie uns nicht in Richtung Ottobrunn gehen!

  10. Herr Korneder hat sich über Gebühr lange am Mikro erklärt, doch gesagt hat er nichts. Ein entschiedenes Jein sozusagen.
    Wir hoffen, dass ihm im Tal der Könige nunmehr mal ein Licht aufgeht. Und den Gemeinderäten ist ebenfalls eine Erhellung zu wünschen. Wir werden sie nach ihrem Abstimmungsverhalten beurteilen. Wer sich ernsthaft für das Projekt aus Gier und Größenwahn ausspricht, wird vielleicht von anderen Motiven getrieben und kann eine Wiederwahl doch völlig vergessen. Alle Parteien müssen gezwungen werden, jetzt endlich klipp und klar Position zu beziehen.
    Nicht endgültig zu diesem schädlichen Projekt klar NEIN gesagt zu haben, wird ihm nachhängen.

  11. In dieser turbulenten Vorstellung eines irrwitzigen Gewerbegebietes direkt an den Gartenzäunen der rund 30 Häuser im Luisenweg, noch dazu im Bannwald und unverständlicherweise in einem „Landschaftlichen Vorbehaltsgebiet“ haben sich die Bürger Grasbrunns mit ihren fundierten Einwänden zum wiederholten Male als „Meisterbürger“ erwiesen. Es ist zu hoffen, dass der Bürgermeister den der Veranstaltung ferngebliebenen Gemeinderäten die momentane Stimmung in der Bevölkerung schildert.

    1. Die Gemeinderäte, die der „Präsentation“ ferngeblieben sind, haben damit ihr Desinteresse ohnehin schon gezeigt. Sie verdienen nicht, im Rat zu sein.

      1. Hallo Herr Kulbe,
        es waren von jeder Fraktion Gemeinderäte und auch Mitglieder anwesend. Viele konnten aus beruflichen, persönlichen und auch gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein.

  12. Wir haben ein nettes Café /Bäckerei und einen kleinen Metzger in unserem Ort. Die kämpfen jetzt schon ums Überleben und brauchen keine weitere Konkurrenz.
    Ein Ärtzehaus werden wir sicher bald brauchen! Mit HNO Ärzten wegen der Lärmbelästigung und mindestens 20 Psychiatern, die die genervten Anwohner betreuen müssen, die ebenfalls um ihre Existenz wegen der fallenden Grundstückspreise bangen müssen.
    Neukeferloher Kinder ernähren sich gesund! Wir brauchen keinen Mac, KFC oder dergleichen. Auch keine Spielhallen.
    Die Investoren sollen sich darum kümmern, dass die Leerstände im Technopark zurückgehen!
    Wir brauchen keine zusätzlichen Leerstände! Wo sind die Bedarfsanalysen? Wie viele Personen müssten täglich hier einkaufen, damit sich der Betrieb lohnt?
    Wir sind eine kleine, nette Gemeinde und wollen es auch bleiben.
    Sobald ein Antrag für einen Bürgerentscheid gegen das Projekt vorliegt, unterschreibe ich. Und ich hoffe, dass tausende mitmachen werden!

    1. „die ebenfalls um ihre Existenz wegen der fallenden Grundstückspreise bangen müssen“.
      Jetzt lassen sie bitte mal die Kirche im Dorf. Es gibt genügend Menschen die keinen Grundbesitz haben und um die Runden kommen müssen. Dann werden es die Anwohner ja wohl auch schaffen „trotz“ ihrer schweren Bürde des Grundbesitzes…

    2. Warum sprechen Sie stellvertretend für alle Neukeferloher Kinder?
      Also meine gehen schon ab und zu ins Wirtshaus zum goldenen M

  13. Liebe Mitbürger, Nachbarn und Freunde,
    ich möchte mich hiermit sehr herzlich für ihre Unterstützung am gestrigen Abend bedanken. Bedanken möchte ich mich auch für die zahlreichen Plakate und lautstarke Unterstützung unseres Protestes vor dem Bürgerhaus und die sehr konstruktiven Gegenargumente aus dem Publikum.
    Ich hoffe, wir haben mit dem gestrigen Appell an den Bürgermeister, den Gemeinderat und vielleicht auch an den Investor eine Basis zur richtigen Entscheidungsfindung – zugunsten des Bannwaldes – in die Wege geleitet.
    Wir werden auch zukünftig alles dafür tun, um den Bannwald zu erhalten und unseren Lebensraum zu schützen.
    Nochmals vielen Dank an alle anwesenden – ihr wart spitze.
    Euer Fan
    Josef Mück

  14. Typisch SPD, typisch unser BGM, typisch die ganze Politik heutzutage. Keine klare Aussage treffen, selbst ein deutliches Ja zum Projekt würde von Rückgrat zeigen. Immer dieses Rumgeeier, da kann einem nur schlecht werden. Einfach nur krank und widerlich, dieses Projekt.

    1. Hallo Herr Höfer,
      die Grasbrunner Grünen haben von Anfang an dieses Projekt abgelehnt.

      Unsere Meinung nach – dürfe der Bannwald nach dem bayerischen Waldgesetz nur abgeholzt werden, wenn zwingende Gründe des allgemeinen Wohls dafür sprächen. Das sehen wir hier nicht. Vielmehr drohen zusätzlicher Lärm und Emissionen. Auch sei die beabsichtigte Versiegelung von 20 000 Quadratmeter der insgesamt 35 000 Quadratmeter großen Fläche im Hinblick auf der Klimakrise mehr als bedenklich.

      Nachzulesen auch in der SZ hier – https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/neukeferloh-b-304-fachmarktzentrum-einkaufszentrum-1.5596494

      oder in unseren Grünen Blatt hier – https://gruene-grasbrunn.de/2022/06/28/das-neue-gruene-blatt-ist-da-3/

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