Häusl bauen zum 30. Mal!

Zum 30. Mal verwandelte sich der alte Sportplatz in Grasbrunn in eine Holzbaustelle voller Kinder und Erwachsene, Sägespäne und Lagerfeuerromantik.
Häusl bauen zum 30. Mal!

Was einst als einfache Ferienaktion begann, ist heute eine feste Größe im Grasbrunner Veranstaltungskalender – und 2026 feierte das „Häusl bauen“ mit seiner 30. Auflage ein besonderes Jubiläum. Von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August 2026, hämmerten, sägten und bauten Kinder auf dem alten Sportplatz wieder gemeinsam an ihren ganz eigenen Fantasiebauwerken.
Grasbrunn Aktuell hat schon in den vergangenen Jahren regelmäßig über die Ferienaktion berichtet und längst ist sie mehr als nur ein Wochenende im Sommer: Viele Eltern, die heute selbst mit ihren Kindern auf dem Sportplatz stehen, haben dort einst als Kinder ihre ersten Hütten gebaut.

Organisiert wurde das Jubiläumswochenende erneut von Gemeinderat und Erlebnispädagoge Uli Hammerl, der die Aktion gemeinsam mit einem engagierten Helferteam betreute. Statt vorgefertigter Programme standen auch diesmal Kreativität, handwerkliches Ausprobieren und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt. Kinder ab der ersten Schulklasse bauten mit echtem Werkzeug aus Holz ihre eigenen Hütten, Türme und Konstruktionen.

Und diesmal wurde besonders kräftig gebaut: Rund 110 Kinder nahmen teil, etwa 20 von ihnen übernachteten in ihren selbstgebauten Hütten, begleitet von rund 50 Vätern und Müttern. Möglich machten das Jubiläumswochenende zehn aktive Helferinnen und Helfer aus den Familien Hammerl, Haase, Bien, Wilfling und Steinkohl, die das Wochenende über tatkräftig anpackten. Entstanden sind dabei nicht nur ungewöhnliche Hütten und Türme, sondern sogar ein ganzes Schiff aus Holz – ein Beweis dafür, wie viel Fantasie und Teamgeist in den jungen Baumeistern steckt. Wie all die Jahre zuvor stiftete die Gemeinde Grasbrunn das Bauholz, zum Jubiläum gab es zusätzlich ein 30-Liter-Fass Bier für die erwachsenen Helferinnen und Helfer.

Los ging es am Freitagnachmittag ab 13:00 Uhr. Am Samstag wurde gemeinsam gekocht, für die übrigen Mahlzeiten brachten die Familien eigene Brotzeit mit, Getränke gab es vor Ort zu kaufen. Nach dem Mittagessen wurde den ganzen Tag über weitergebaut. Auch das Wetter spielte mit: Ein kurzer Regenschauer am Samstagnachmittag konnte die fleißigen Konstrukteure nicht bremsen, im Gegenteil, mit Matsch an den Gummistiefeln und noch mehr Ferienlagerstimmung wurde einfach weitergebaut.

Mittagessen am Samstag.

Auch Grasbrunns Erster Bürgermeister Sebastian Stüwe ließ es sich nicht nehmen, beim Jubiläum vorbeizuschauen. Er bedankte sich persönlich bei Uli Hammerl und dem gesamten Helferteam für ihren langjährigen Einsatz und kündigte augenzwinkernd an, in ein paar Jahren gemeinsam mit seinem Sohn selbst mit Hammer und Säge auf dem alten Sportplatz anzutreten, sobald dieser alt genug dafür ist.

V.l.n.r.: Grasbrunns Erster Bürgermeister Sebastian Stüwe, Brix und Uli Hammerl und Rudi Bien.
Sebastian Stüwe in Kate Winslet-Pose.

Am Abend wurde traditionell gemeinsam gegrillt, dann stand für die mutigsten unter den jungen Baumeistern die Übernachtung in der selbst errichteten Hütte an.. Am Lagerfeuer klang der Abend mit Geschichten und echter Ferienlagerstimmung aus, bevor die Aktion am Sonntag nach einem gemeinsamen Frühstück gegen 11:00 Uhr zu Ende ging.

Eines der ungewöhnlichsten Dächer.

Da die Bauwerke aus Sicherheitsgründen nicht stehenbleiben durften, wurden sie wie jedes Jahr nach den drei Tagen wieder abgerissen. In der Mitte des alten Sportplatzes zu einem großen Haufen aufgeschichtet, gingen die selbstgebauten Hütten und das Schiff schließlich mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Grasbrunn kontrolliert in Flammen auf.

Nach nunmehr 30 Auflagen ist das „Häusl bauen“ längst mehr als eine Ferienaktion – es ist gelebte Grasbrunner Tradition, bei der Generationen zusammenkommen, handwerkliches Geschick entdeckt wird und aus ein paar Brettern und viel Fantasie eine ganze Hüttensiedlung entsteht.

Das Organisationsteam vor seinem Häusl.
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