Landrat Göbel in Grasbrunn: Hohe Kosten und große Investitionen

In seiner Ansprache auf der Bürgerversammlung Grasbrunn 2025 beleuchtete Landrat Christoph Göbel die finanzielle Lage des Landkreises München und stellte die zentralen Investitionsschwerpunkte in den Bereichen Bildung und Verkehr vor.
Landrat Göbel in Grasbrunn: Hohe Kosten und große Investitionen

Landrat Göbel betonte, dass der Landkreis mit einem Haushaltsvolumen von etwa einer Milliarde Euro vor großen finanziellen Herausforderungen stehe. Die Kreisumlage, die größte Ausgabe für die Gemeinden, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, da die Umlagekraft des Landkreises (die Steuerkraft aller Gemeinden) seit zwei Jahren sinkt. Dies sei auf Verwerfungen am Wirtschaftsstandort zurückzuführen, die zu Kürzungen und Rückzahlungen von Gewerbesteuer führen. Er kündigte an, dass die Umlage voraussichtlich um weitere 2,8 Prozent steigen werde, was im Kreistag kritisch diskutiert werde, um den Handlungsspielraum der Kommunen zu sichern. Er dankte der Gemeinde Grasbrunn ausdrücklich, die mit einem Beitrag von rund fünf Millionen Euro in diesem Jahr maßgeblich zur Finanzierung des Kreises beitrage. Über 60 Prozent der Mittel fließen dabei in die soziale Sicherung (Sozialhilfe, Jugendhilfe und Jobcenter).

Die beiden größten Ausgabenposten des Landkreises sind die Verkehrs-Infrastruktur und die Schullandschaft.

  1. Schulnetz wird erweitert: Mit jährlichen Aufwendungen von rund 150 Millionen Euro in den Kreisbau geht es vor allem um die Erweiterung des Schulnetzes. Ein besonderer Erfolg sei die geplante Realisierung des Schulcampus in Haar, in dem neben der bereits ansässigen FOS/BOS auch eine neue Realschule entstehen soll. Diese Neugründung soll zur Entlastung des Schulstandorts Vaterstetten beitragen und den Schülerinnen und Schülern aus Grasbrunn ein zusätzliches attraktives und wohnortnahes Bildungsangebot schaffen.
  2. ÖPNV-Ausbau: Jährlich investiert der Landkreis netto rund 70 Millionen Euro in den Öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere in den Ausbau von Buslinien wie den Schnellbussen, um U- und S-Bahn-Stationen tangential zu verbinden und den Berufsverkehr zu entlasten.

Abschließend sprach Landrat Göbel allen Bürgerinnen und Bürgern seinen herzlichen Dank für das enorme ehrenamtliche Engagement aus. Er betonte, dass der Landkreis in vielen Bereichen, besonders im Katastrophenschutz und bei den Blaulichtorganisationen (Feuerwehr, THW, Rettungsdienste), auf diese ehrenamtlichen Strukturen angewiesen sei.

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