Masken, Luftreiniger und Pager

Gemeinderatssitzung

Obwohl es nur 8 Punkte auf der Tagesordnung gab, wurde in der Gemeinderatssitzung am 23.02.2021 über viele Dinge sehr ausführlich diskutiert.

Die Ausschussgemeinschaft BFG/FDP stellte einen Antrag an die Gemeindeverwaltung, in der “zusätzlich zu der von der Bayerischen Staatsregierung angekündigten kostenlosen Ausgabe von 5 Masken je Person, eine ausreichende Zahl an FFP-2-Masken zu beschaffen und an die in Grasbrunn lebenden Empfänger*innen von Grundsicherungsleistungen (Leistungen gemäß SGB II und SGB XII) zu verteilen ist.”

Der 1. Bürgermeister Klaus Korneder erklärte, dass ausreichend Masken vorhanden sind und bis jetzt in der Verwaltung keine Nachfragen von Bürgern nach zusätzlichen FFP2-Masken eingegangen sind. Die Verwaltung wird aber Niemanden, der Bedarf hat, zusätzliche Masken verwehren. Die Gemeinderäte stimmten deshalb mehrheitlich gegen den Antrag.

Die BFG/FDP stellte außerdem einen weiteren Antrag zu “Verringerung des direkten Infektionsrisikos in Klassenräumen” in der durchsichtige Trennwände mit auswechselbaren HPA-Filtern zwischen den Sitzplätzen im Klassenzimmer gefordert wurden.
Auch dieser Antrag wurde mit Verweis auf Tagesordnungspunkt 3 (Förderung für Investionskosten zum Infektionschutzgerechten Lüften in Schulen) mehrheitlich abgelehnt.

Die Verwaltung hat bereits einen Fördermittelantrag für 27 mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion der Marke Air Cleaner Kompakt für Klassen- und Fachräume gestellt. Die Gemeinderäte einigten sich allerdings darauf, die Geräte auch bei einer Nicht-Förderung anzuschaffen. Im Falle einer Förderung kosten die Geräte dann € 32.130.-

Außerdem wurde beschlossen an der Ausschreibung zur Beschaffung von digitalen Funkmeldeempfängern (Pager), die über den Digitalfunk BOS Meldungen verschicken, für die Feuerwehren teilzunehmen.

Die Kosten betragen pro Pager vermutlich ca. 500 €. Die Feuerwehr Harthausen hat eine Anzahl von 70 Pagern angemeldet. Die Feuerwehr Grasbrunn/Neukeferloh hat 125 Geräte inklusive Puffer angemeldet. Somit sind 195 Pager zu bestellen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 97.500 € (195 Stück x 500 €). Die Förderung beträgt voraussichtlich rund 58.000 € (80 % von 145 Stück x 500€). Die Eigenmittel der Gemeinde Grasbrunn belaufen sich somit auf voraussichtlich 39.500 €.

In Tagesordnungspunkt 11 (Anfragen der Gemeinderäte) sprach Hannes Bußjäger (FWG) auf den Artikel in der SZ vom 21.02.2020 “Mit der Tram vom Olympiapark bis Haar” an, in dem die SPD-Fraktion des Münchner Stadtrats anregte, die Trambahnlinie von der St. Veit-Straße bis zum Jagdfeldring in Haar zu verlängern und bat die Verwaltung zu prüfen, ob eine Verlängerung eventuell auch bis zum Technopark in Neukeferloh-Nord möglich sei.

Eine Antwort auf “Masken, Luftreiniger und Pager”

  1. Hallo,
    sollten in TOP 2 die “Erörterung des Nutzens von durchsichtigen Trennwänden auf Schulbänken durch Verwaltung und Schulleitung deshalb abgelehnt worden sein, weil inzwischen Luftreiniger (TOP 3) gefördert werden, dann haben 17 Räte + Bürgermeister offenbar den Unterschied zw. direkter und indirekter Infektion nicht verstanden.
    Der BM argumentierte zusätzlich, die Belegung von Klassenräumen werde an der Fläche gemessen, weshalb eine Vollbesetzung der Klassenzimmer ohnehin nicht in Frage komme. Er hat offenbar nicht verstanden, dass der Sinn der Trennwände (wie auch der Masken) gerade die Verhinderung der direkten Aerosolübertragung von Mensch zu Mensch ist.
    Wenn man die Trennwände ausreichend großflächig baut, und evtl. zusätzlich sogar eine vordere Abschirmung (T-Form), dann könnten wieder alle Schüler*innen den Unterricht besuchen, vielleicht sogar ohne Maske am Platz. Das muss doch gerade das Ziel sein, denn wir können nicht verantworten, dass eine ganze Grundschulgeneration effektiv nur ein halbes Schuljahr Präsenzunterricht hat und unaufholbare Lücken die kommenden Jahre mitschleppt.

    Gerade die schwächeren Schüler*innen werden so die Verlierer der Fantasielosigkeit und mangelnden Kreativität von Bürgermeistern, die nur nach der ‘Schema F-Vorgabe’ der Staatsregierung handeln und jede Eigeninitiative nicht nur vermissen lassen, sondern sogar ablehnen. Dass es anders geht, zeigen andere Schulen, Gemeinden und Bürgermeister*innen. Beispiel Neubiberg, das ich in der Diskussion genannt habe. (https://amp.focus.de/familie/eltern/kindergesundheit/raumluftfilter-gegen-sars-cov-2-grundschule-bekaempft-corona-mit-teuren-geraeten_id_12697311.html), Zitat: “Bald ohne Maske?

    Mit dem Konzept von Luftreiniger plus Trennwänden könnten die Kinder am Platz auch die Maske abnehmen, davon ist Christian Kähler [Anm.: nicht K’ö’hler] überzeugt, solange die Kinder den Platz nicht verlassen. Wer im Klassenzimmer herumläuft, sollte aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen.” (aus https://www.br.de/nachrichten/amp/bayern/corona-raumluefter-sollen-den-schuelern-das-frieren-ersparen,SGiWwDs)

    Also: es geht um Trennwände *und* Luftreiniger, damit wir *allen* Schüler*innen den gemeinsamen Präsenzunterricht ermögliche. Um die Zahl der Kontakte in der Pause zu reduzieren, bietet sich ein zeitversetzter Pausengang an oder eine andere kreative Lösung. Wenn man bedenkt, wie lange die Grasbrunner Verwaltung für die Einholung und das Testen von Angeboten gebraucht hat, sollten die Trennscheiben jetzt beauftragt werden. Wo? Tipp: Gemeinde Neubiberg fragen!

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