Wer den Namen Maya Upmann in Grasbrunn hört, verbindet ihn längst mit außergewöhnlichen Erfolgen. Die 18-jährige Neukeferloherin wurde nun bereits zum dritten Mal in Folge mit dem Bayerischen Jugendpreis ausgezeichnet. Beim diesjährigen Wettbewerb überzeugte sie die Jury mit ihrer fiktiven Kurzgeschichte „Die Zukunft als Fremdsprache“ und gewann erneut den ersten Platz in der Altersklasse 18.
Der Bayerische Jugendpreis wird seit 16 Jahren vom gemeinnützigen Verein „Initiative Werterhalt & Weitergabe e.V.“ vergeben und stand 2026 unter dem Motto „Gesunde Kinder auf einer gesunden Erde – Wie können wir die Zukunft gestalten?“. In ihrem preisgekrönten Essay erzählt Maya Upmann von einem Mädchen, das eine neue Sprache namens „Zukunft“ erlernt und dabei erkennt, dass jedes ihrer Worte Einfluss auf das Morgen hat. Die Geschichte wird in dem Sammelband „Die Zukunft gehört uns“ veröffentlicht. Neben einem Preisgeld von 600 Euro erhält sie erneut die Einladung zu einer politischen Bildungsfahrt nach Berlin.
Auch wenn der Gesamtsieg in diesem Jahr an Mira Konyali aus Weißenburg ging, behauptete sich Maya Upmann souverän an der Spitze ihrer Altersklasse. Hinter der Neukeferloherin belegten Heyam Mahmoud aus Weiden und Lukas Berger aus Sonnen die weiteren Podiumsplätze. In den übrigen Altersklassen setzten sich Alan Loerzer (17 Jahre), Sue Lee (16 Jahre) und Jacob Schlömer (15 Jahre) jeweils gegen die Konkurrenz durch. Ein Sonderpreis für Förderschulen ging an die Prof.-Otto-Speck-Schule München vor der Franziskus Schule Starnberg und der Hans-Schöbel-Schule Würzburg.
Mit dem aktuellen Erfolg setzt Maya Upmann eine bemerkenswerte Serie fort. Bereits 2024 und 2025 gewann sie den Bayerischen Jugendpreis in ihrer Altersklasse. 2024 gelang ihr darüber hinaus sogar der Gesamtsieg des Wettbewerbs. Damals überzeugte sie mit ihrer dystopischen Kurzgeschichte „Ein Funke Hoffnung“, in der sie sich mit Demokratie, europäischen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzte. Über diesen Erfolg berichtete auch Grasbrunn Aktuell ausführlich.
Auch darüber hinaus hat sich die junge Grasbrunnerin in den vergangenen Monaten einen Namen gemacht. So wurde sie unter anderem beim Landeswettbewerb Philosophischer Essay ausgezeichnet und gehörte zu den Preisträgern des StartUp Teens Awards. Gesellschaftliche, politische und historische Themen begleiten sie bereits seit ihrem 13. Lebensjahr. Nach dem Überspringen der elften Klasse absolvierte sie parallel zum Besuch des Maria-Theresia-Gymnasiums ein Frühstudium der Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Mit dem bestandenen Abitur beginnt für Maya Upmann nun ein neuer Lebensabschnitt. Nach einer kurzen Auszeit startet sie Ende August zunächst zu einem Praktikum im Europäischen Parlament in Brüssel. Anschließend folgen Stationen im Deutschen Bundestag in Berlin sowie in der Redaktion der Tageszeitung „Die Welt“. Parallel setzt sie ihr Geschichtsstudium an der LMU fort. Perspektivisch kann sie sich ein Masterstudium im Ausland mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen gut vorstellen.
Dass sie sich bereits zum dritten Mal dem Bayerischen Jugendpreis gestellt hat, hatte für sie auch einen persönlichen Hintergrund. Während an ihrer Schule naturwissenschaftliche und mathematische Wettbewerbe traditionell im Mittelpunkt stehen, wollte sie den Geisteswissenschaften mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Ein Vorhaben, das ihr mit drei ersten Plätzen eindrucksvoll gelungen ist.
Beim Empfang im Grasbrunner Rathaus würdigte Grasbrunns Erster Bürgermeister Sebastian Stüwe die außergewöhnlichen Leistungen der jungen Neukeferloherin. Er freue sich, dass es in der Gemeinde engagierte junge Menschen gebe, die sich intensiv mit Zukunftsfragen auseinandersetzten und Verantwortung übernähmen. Maya Upmann sei dafür ein beeindruckendes Beispiel.
Dass der Bayerische Jugendpreis tatsächlich Türen öffnen kann, zeigt ein weiterer Name aus Neukeferloh. Joshua Steib gewann 2021 als erster Gesamtsieger des Wettbewerbs. Sein Weg führte ihn anschließend über internationale Jugend- und Klimakonferenzen bis an die Universitäten Harvard und Oxford. Heute engagiert er sich weltweit für Generationengerechtigkeit und Klimapolitik – und moderiert inzwischen selbst die Preisverleihung des Bayerischen Jugendpreises.
Mit ihrem dritten Sieg in Folge beweist Maya Upmann eindrucksvoll, dass junge Menschen aus Grasbrunn nicht nur lokal Verantwortung übernehmen, sondern auch auf Landesebene immer wieder Maßstäbe setzen.


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