Seit Montag, dem 7. September 2026, rollen im Stadtviertel Gern in Neuhausen-Nymphenburg drei autonom fahrende VW ID. Buzz durch den öffentlichen Straßenraum.
Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) haben gemeinsam mit der Ingenieurgesellschaft für Auto und Verkehr (IAV) den Testbetrieb für autonome On-Demand-Shuttles gestartet – online bestellbare Sammeltaxis, die künftig den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzen sollen. Das Ganze läuft im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium mit 13 Millionen Euro geförderten Forschungsprojekts „Minga“ (Münchens automatisierter Nahverkehr mit Ridepooling, Solobus und Bus-Platoons), an dem neben der Landeshauptstadt auch mehrere Technologiepartner beteiligt sind.
In der ersten Phase fahren die blauen Kleinbusse noch ohne Fahrgäste und mit Sicherheitspersonal am Steuer auf festgelegten Strecken. Dabei sammeln sie Daten zu Fahrverhalten, Umfeldwahrnehmung, Verkehrsinteraktion und Betriebsstabilität.Läuft alles zuverlässig, soll das Testgebiet erweitert und das On-Demand-System des Partners Ioki eingebunden werden – Fahrgäste könnten ihre Fahrt dann künftig ganz einfach per App buchen. In einer späteren Phase ist sogar die Mitfahrt ausgewählter Testpassagiere geplant. Wer daran Interesse hat, kann sich schon jetzt auf der Webseite der MVG registrieren und wird benachrichtigt, sobald es so weit ist.

Die Stadt München sieht in dem Testgebiet einen klugen Ansatzpunkt: Die Feinerschließung dort sei bislang vor allem durch Fuß-, Rad- und Individualverkehr geprägt gewesen – ideal also, um zu erproben, wie ein flexibles On-Demand-Angebot die Anbindung an die U-Bahn verbessern und die berühmte „erste und letzte Meile“ attraktiver machen kann.
Bis Mitte 2027 sollen zudem ein autonomer Linienbus sowie ein sogenannter Bus-Platoon unter realen Bedingungen getestet werden.
Was in München gerade Fahrt aufnimmt, wirft auch bei uns spannende Fragen auf: Könnten autonome Shuttles eines Tages auch im Landkreis oder direkt in Grasbrunn unterwegs sein? Genau das möchte Grasbrunn Aktuell von seinen Leserinnen und Lesern wissen.
In unserer aktuellen Umfrage können Sie abstimmen, ob Sie bereit wären, in ein fahrerloses Fahrzeug einzusteigen, sollte ein entsprechendes Angebot in unserer Region eingeführt werden.
Das Thema passt auch zu einer Diskussion, die in Grasbrunn immer wieder aufkommt: dem Wunsch nach einem Ruftaxi oder Fahrservice, wie ihn etwa die Nachbargemeinde Haar bereits anbietet. Hier können sich Bürger von Montag bis Freitag für 3 Euro pro Fahrt zum Arzt, zum Einkaufen oder zu anderen Zielen in Haar fahren lassen. Insbesondere für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf flexible und barrierearme Mobilität angewiesen sind, eine praktische Lösung.
Ob autonome On-Demand-Shuttles hierfür langfristig eine Lösung sein könnten, bleibt spannend zu beobachten.
Beitragsfoto: Matthias Erb (IAV, links) und Sinaida Cordes (SWM/MVG) mit einem der drei VW ID. Buzz

Mit solchen Shuttles und Fahrdiensten könnten wir 1 Auto, das die meiste Zeit nur rumsteht abschaffen. Das trifft bei mir hauptsächlich Fahrten zwischen Grasbrunn und Vaterstetten Bahnhof und Vaterstetten Maibaum.