Die Ortsgruppe Grasbrunn des Bund Naturschutz in Bayern e.V. hatte ihre Mitglieder sowie alle naturinteressierten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, dem 19. Februar 2026 ins Bürgerhaus Neukeferloh eingeladen, um sich ein Bild von den Grasbrunner Bürgermeisterkandidaten zu machen.
Geleitet wurde der Abend von Doris Dorschner-Wallleitner, der Vorsitzenden des Bund Naturschutz-Ortsgruppe Grasbrunn.
Zwischen 18:00 und 19:00 Uhr beantwortete Sebastian Stüwe (parteifrei, CSU + FWG) Fragen rund um Umwelt- und Naturschutz in der Gemeinde.
Von 19:15 bis 20:15 Uhr stellte sich Andreas Ziegler (SPD) den Fragen Doris Dorschner-Wallleitner.
Zu diesen Fragerunden waren rund 30 interessierte Zuschauer gekommen und folgten den beiden Kandidaten aufmerksam, um die jeweiligen Positionen der beiden zu erfahren.
Die Befragung durch den Bund Naturschutz (BN) offenbarte sowohl Gemeinsamkeiten als auch deutliche Akzentunterschiede zwischen den Kandidaten:
- Strukturen & Visionen: Beide Kandidaten befürworten eine Umstrukturierung im Rathaus. Eine Naturschutzreferentin, möglicherweise durch Qualifizierung der aktuellen Klimaschutzmanagerin, ist für beide vorstellbar. Während Stüwe den Fokus auf besseren Austausch mit dem BN legt, möchte Ziegler einen „Naturschaugarten“ und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit umsetzen.
- Bauen & Versiegelung: Bei der Wohnraumentwicklung setzt Stüwe auf einen Mix aus Ein- und Mehrfamilienhäusern, während Ziegler Mehrfamilienhäuser priorisiert. Einigkeit herrscht beim Gewerbe: Neue Flächen sollen erst versiegelt werden, wenn Leerstände im Technopark genutzt sind.
- Wald & Baumschutz: Beide bekennen sich zum Walderhalt. Ziegler möchte Wirtschaftswald aktiv in Mischwald umbauen. Eine Baumschutzverordnung lehnen beide aktuell ab.
- Energie & Klima: Beide sind „Fans“ von Bürgerbeteiligung bei der Energieerzeugung. Bei der Standortwahl für eine Energiezentrale plädiert Stüwe dafür, keinen der drei möglichen Standorte auszuschließen, sieht aber einen Standort im Bannwald problematisch. Ziegler bevorzugt den Platz neben der Zulassungsstelle ohne Baumfällungen.
- Persönliche Priorität: Auf der Skala von 0 bis 10 bewertete Sebastian Stüwe die Wichtigkeit des Naturschutzes mit einer 5, Andreas Ziegler mit einer 10.
Am 8. März 2026 haben die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Grasbrunn dann die Wahl, wem der beiden Kandidaten sie in Sachen Umweltschutz mehr zutrauen.

2026 möchten wir – als Freunde der Natur – eine Art unkonventionellen „Naturschutz-Stammtisch“ ins Leben rufen.
Denn der Schutz der Natur fängt in der Gemeinde an. Bei uns Bürgern. Wir stehen für den Schutz des Trinkwassers, gesunde Lebensmittel, eine gute Luft, ein mehr an intakter Natur und eine Zunahme der Artenvielfalt und vieles mehr.
Eingeladen ist jeder, Vereinsmitglied oder nicht, die Parteizugehörigkeit ist egal, jung bis alt. Wer daran Interesse hat, den bitten wir sich per E-Mail zu melden.
Bis dann!
Doris Dorschner-Walleitner