Radweg-Umleitung an der Autobahnbrücke A99 erst ab April 2026

Ab dem 17. April 2026 wird die Umleitung für den Rad- und Fußverkehr im Zuge der Erneuerung der Autobahnbrücke an der A99 bei Neukeferloh aktiv – eine notwendige Maßnahme, die auch mit Veränderungen für Pendler und Anwohner verbunden ist.
Radweg-Umleitung an der Autobahnbrücke A99 erst ab April 2026

Im Rahmen der umfangreichen Baumaßnahmen zum Ersatzneubau der Autobahnbrücke über den Autobahnring A99 in Neukeferloh wird ab April 2026 eine Umleitung für den Rad- und Fußverkehr notwendig. Der Freistaat Bayern sowie die zuständigen Verkehrsbehörden haben bereits auf die bevorstehenden Einschränkungen hingewiesen, die insbesondere auch die Radfahrer und Fußgänger betreffen werden.

Die vorbereitenden Arbeiten für den Ersatzneubau der Autobahnbrücke und die Behelfsbrücke, die während der Bauzeit den Verkehr der B304 sowie den Radverkehr aufnehmen soll, haben bereits begonnen. Im Dezember 2025 und Januar 2026 wurden Rodungsarbeiten durchgeführt, um Platz für die Baustellenflächen sowie die Zufahrtsbereiche zu schaffen. Die Erdarbeiten für die Zufahrten zur Baustelle haben ebenfalls begonnen. Es wurden bereits Baken zur Absicherung der Zufahrtsbereiche aufgestellt, um die Sicherheit der Baustellenzugänge zu gewährleisten.

Ab dem 17. April 2026, 20:00 Uhr, wird die Anschlussstelle zur A99 in Neukeferloh für den Straßenverkehr gesperrt. Diese Sperrung dauert bis zum 20. April 2026, 04:59 Uhr, was zu stockendem Verkehr und Behinderungen führen kann. Besonders Pendler sollten sich auf diesen Zeitraum einstellen und gegebenenfalls alternative Routen einplanen. Die Sperrung betrifft die Anschlussstelle zwischen der Wasserburger Landstraße und der A99, wobei auch die Einfahrt in die Autobahn von der B304 gesperrt wird.

Für den Rad- und Fußverkehr wird es bereits ab Februar 2026 erste Veränderungen geben. Der bestehende Geh- und Radweg entlang der B304 bleibt bis April 2026 weiterhin geöffnet, sodass Radfahrer und Fußgänger auf der gewohnten Strecke unterwegs bleiben können. Ab Mitte Februar wird jedoch eine temporäre Fußgängerampel auf Höhe der Bushaltestelle Waldstraße in Haar installiert, die eine sichere Querung der B304 ermöglicht. Dadurch wird der nördliche Geh- und Radweg bis zur Inbetriebnahme der neuen Ampelanlage gesperrt. Ab dem 16. Februar 2026 können die Bürger dann die neue Querungsmöglichkeit nutzen.

Die endgültige Umleitung für Radfahrer und Fußgänger wird jedoch erst im April 2026 in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Verkehrsteilnehmer, die den Bereich um die A99 und die B304 mit dem Fahrrad oder zu Fuß passieren möchten, mit einer großräumigen Umleitung rechnen. Die Umleitung führt über die Bahnhofstraße und weiter südlich entlang der Bahnlinie.
Im Zuge der Umleitung wird der Weg entlang der Bahnlinie bis zur Inbetriebnahme rechtzeitig präpariert und mit Kies versehen, um eine sichere und komfortable Nutzung des Rad- und Gehwegs zu gewährleisten. Zusätzlich wird ein Sicherungsposten eingesetzt, der während der Bauarbeiten für zusätzliche Sicherheit sorgen soll.

Der Ersatzneubau der Brücke über die B304 und die A99 ist eine umfassende Maßnahme, die bis 2028 abgeschlossen sein soll. Die Arbeiten werden in mehreren Bauphasen durchgeführt, wobei auch eine Behelfsbrücke errichtet wird, um die Verkehrsströme während der Bauzeit aufrechtzuerhalten. Im Herbst 2025 werden die ersten Arbeiten für den Neubau beginnen, und die gesamte Maßnahme wird voraussichtlich Ende 2028 mit der Fertigstellung und der Wiederaufforstung des betroffenen Gebiets abgeschlossen sein.

Die betroffenen Verkehrsabschnitte werden während der Bauzeit mit besonderer Sorgfalt überwacht, um Störungen im Verkehrsfluss zu minimieren. Während der Bauarbeiten wird die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern durch die entsprechenden Umleitungs- und Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet, teilt die Autobahn GmbH mit.

Die Erneuerung der Autobahnbrücke bei Neukeferloh ist eine notwendige Maßnahme für die Verbesserung der Infrastruktur und die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Die damit verbundenen Einschränkungen und Umleitungen werden vorübergehend den Alltag der Anwohner und Pendler beeinträchtigen, jedoch trägt diese Baumaßnahme langfristig zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in der Region bei. Die Gemeinde Grasbrunn und die zuständigen Behörden setzen alles daran, die Umleitungen so sicher und komfortabel wie möglich zu gestalten, damit alle Verkehrsteilnehmer sicher unterwegs sind.

Quellen: Autobahn GmbH, Freistaat Bayern

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Eine Antwort auf “Radweg-Umleitung an der Autobahnbrücke A99 erst ab April 2026”

  1. Ein herzlicher Abschied von unserem Biotop auf Stelzen – und ein Ausblick in die goldene Ruine der Zukunft

    Sehr geehrte Damen und Herren der Autobahnbehörde auf neudeutsch Autobahn GmbH !

    zunächst einmal möchte ich Ihnen ein großes Lob aussprechen. In Zeiten des Artensterbens haben Sie Mut bewiesen und über Jahrzehnte hinweg ein einzigartiges vertikales Naturschutzgebiet direkt über unseren Köpfen erschaffen. Dass in den Schlaglöchern unserer Autobahnbrücke mittlerweile das Gras so hoch stand, dass man dort fast hätte Heu machen können, war sicherlich ein ökologisches Statement, das seinesgleichen sucht.

    Ein Meisterwerk der Entschleunigung
    Es ist eine faszinierende Strategie: Man wartet einfach 30 Jahre lang geduldig ab, bis der Frost das erledigt, was eigentlich ein Bautrupp hätte tun sollen. Warum mühsam renovieren und Löcher stopfen, wenn man das Bauwerk durch gezielte Vernachlässigung – oder wie Sie es wohl nennen: „natürliche Alterung“ – in einen Zustand versetzen kann, der den Abriss alternativlos macht?

    Besonders charmant finde ich den Hinweis auf die benachbarte „Schwammerlbrücke“. Schön zu sehen, dass man dort dem Pilzbefall beim Wachsen zusehen kann, während die Infrastruktur langsam zu Staub zerfällt. Das ist angewandter Denkmalschutz durch Nichtstun.

    Die „Vision“ für den Neubau: Teuer, Später, Kürzer?
    Nun blicken wir voller Vorfreude auf das neue Bauwerk. Bei heutigen Standards gehe ich natürlich davon aus, dass die neue Brücke eine Lebenserwartung von mindestens 60 Jahren hat – zumindest auf dem Papier. Es wäre jedoch überaus aufschlussreich zu erfahren, wie hoch Sie das Budget für die zukünftige „Nicht-Wartung“ bereits jetzt angesetzt haben.

    Wird es wieder ein Sparmodell, bei dem wir in 15 Jahren erneut die ersten Pionierpflanzen in der Fahrbahn begrüßen dürfen? Es ist schließlich eine ökonomische Glanzleistung: Erst Millionen in den Neubau investieren, um dann die paar Euro für die jährliche Instandhaltung einzusparen, bis die Statik wieder laut „Auf Wiedersehen“ sagt. Ein Teufelskreis aus Beton und Versäumnissen, der für uns Steuerzahler und Freiberufler eine wahre Freude ist.

    Vom Schnellweg zum Hindernislauf
    Als Freiberufler, der auf diese Anbindung angewiesen ist (und ja, wir fahren dort tatsächlich zur Arbeit und nicht zum Sightseeing), danke ich Ihnen herzlich für die neue Freizeit, die ich nun unfreiwillig im Stau oder auf Umwegen verbringe. Dass über diesen Weg auch Feuerwehr und Rettungskräfte in Rekordzeit zu Einsätzen gelangten, war wohl ohnehin viel zu hektisch für unsere moderne Zeit.

    Zusammengefasst:

    Wartungskosten gespart: 100% (Glückwunsch!)

    Zukunftsprognose: 60 Jahre Haltbarkeit versprochen, 30 Jahre durch Vernachlässigung realistisch.

    Wirtschaftliches Kalkül: Warum günstig reparieren, wenn man für das Zehnfache neu bauen kann? Die Zinsen zahlen wir ja alle gerne mit unserer Lebenszeit.

    Ich freue mich darauf, die nächsten Jahrzehnte dabei zuzusehen, wie auch der Neubau langsam zur nächsten „Grünanlage“ heranreift. Vielleicht planen Sie ja diesmal direkt ein automatisches Bewässerungssystem für das Brückengras ein? Das würde zumindest die Konsistenz der Behördenarbeit unterstreichen.

    Mit vorzüglicher Hochachtung und viel Zeit im Gepäck,

    Ein Anwohner (der wegen der damals guten Anbindung hergezogen ist)

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