Schafft Finck Fakten? Bereits über 100 Bäume gefällt!

Schafft Finck Fakten? Bereits über 100 Bäume gefällt!

Gerade zwei Wochen nach unserem Beitrag zum neuen Gewerbegebiet an der B304 scheint die Verwaltungsgesellschaft der Familie Finck – die M.T.A. Verwaltungs GmbH & Co. KG – Fakten schaffen zu wollen, und holzt seit 27.12.2021 massiv Bäume im Bannwald an der B304 ab.

Über 100 Laub- und Nadelbäume, teils bis zu 20 Meter hoch, sind in nur wenigen Tagen gefällt worden. Die unmittelbaren Anwohner zeigen sich zum Teil geschockt und entrüstet. Sie beobachten machtlos, wie der Bannwald vor ihren Augen vernichtet wird und fragen sich, ob dies rechtens sei und ob sich die Gemeindeverwaltung hier nicht einschalten müsste.

Die beteiligten Waldarbeiter vor Ort konnten keine Auskunft über Sinn und Zweck der Aktion geben. Von einem geplanten Gewerbegebiet wissen sie nichts. Sie wurden von der Familie von Finck beauftragt, „umsturzgefährdete“ Bäume zu entfernen, die auf die B304 oder die Häuser im Luisenweg fallen könnten. Im gleichen Zuge zeigt man auf ca. 40 cm hohe Fichten, die im letzten Jahr angepflanzt wurden. Sie sollen den Bannwald in 10-15 Jahren wieder verdichtet haben.

Bei der M.T.A. Verwaltungs GmbH & Co. KG sowie Michael Dreier – dem potenziellen Bauherrn des neuen Gewerbegebiets – war für eine Stellungnahme telefonisch niemand erreichbar.

12 Antworten auf “Schafft Finck Fakten? Bereits über 100 Bäume gefällt!

  1. Da hat jemand den Schuss nicht gehört. In der heutigen Zeit, wo die Klimakatastrophe in aller Munde ist und unser Bioladen und unsere Bioecken im Supermarkt ein Dauerbrenner sind, einen McDonalds in einen Bannwald setzen zu wollen ist schon enorm bedenklich. Wenn dem Besitzer das Geld ausgeht und er unbedingt den Lebensraum vieler Tiere verkleinern möchte, wäre ein nachhaltiger Ansatz eine gute und zukunftsweisende Lösung. Evtl. ein Bioladen und ein Naturspielplatz für Kinder. Noch besser wäre es allerdings den Bannwald zu belassen und gegenüber im Technopark eines der leerstehenden Gebäude oder Räume zu nutzen.

        1. Es handelt sich in diesem Fall wirklich um Bannwald. Bannwälder werden gemäß Art. 37 Abs. 1 Nr. 1 BayWaldG durch Rechtsverordnung der Kreisverwaltungsbehörde erklärt. Zu Bannwald kann durch Rechtsverordnung darüber hinaus auch Wald erklärt werden, der in besonderem Maße dem Schutz vor Immissionen dient.

          1. Das hab ich verstanden, existiert eine Rechtsverordnung der Kreisverwaltungsbehörde?

  2. Die Versorgungslage in der Gemeinde ist hervorragend. Wir brauchen keine weiteren Geschäfte dieser Art vor Ort. Einkäufe im Großmarkt finden mit dem Auto statt. Dann kann man auch einen Kilometer fahren, dort gibt es alles. Ob in Vaterstetten oder Haar. Wenn etwas fehlt, dann ein nettes Café.

  3. Das erinnert stark an das Fällen der vielen großen Kiefern gegenüber von Edeka, wo vorgeschlagen wurde Kugler dort anzusiedeln. Sie wissen wie sie den Bürger und Naturschützern weh tun können. Damit schaden sie aber auch dem Klima. Wer heutzutage  noch so mit dem Wald umgeht, dem ist nicht mehr zu helfen.

  4. Ein Gewerbegebiet in diesem Ausmaß wäre nicht nur für mich als Anwohner, sondern auch  für den Charakter der Gemeinde fürchterlich. An der ganzen Wasserburger Straße gibt es solch ein kompaktes Handelszentrum. Es wäre zudem nur für den Überlandverkehr interessant; für die Bürger von Grasbrunn bietet es keinen Vorteil.
    Was die Abholzung angeht: Es sind nur singuläre Ahorn und Kiefer-Bäume gefällt worden, und im Herbst Unterholz geschnitten worden, um den bereits seit vor 2 Jahren gepflanzten Fichten Licht zu schaffen. Zur Straße hin sind die Abforstungen schon über 2 Meter hoch:  Der Bannwald ist noch da!

    1. Bei uns nicht. Man sieht von unserem Küchenfenster direkt auf die Autobahneinfahrt. Von einem Bannwald keine Spur. Siehe Bilder.

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