Mit einem besonderen Projekt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr wurde am 22. April 2026 in München ein starkes Zeichen gesetzt. Bei der Betreuungseinrichtung Lichtblick Hasenbergl wurde das sogenannte Tabaluga-Mobil offiziell an die Münchner Verkehrswacht übergeben. Hinter der Initiative stehen der Verein TEILEn e.V. sowie die Peter Maffay Stiftung gemeinsam mit ihrem Schirmherrn Peter Maffay.
Das Tabaluga-Mobil ist dabei weit mehr als nur ein Fahrzeug. Es handelt sich um eine mobile Verkehrsschule, die gezielt Kinder frühzeitig und altersgerecht für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren soll. Ausgestattet mit didaktisch aufbereiteten Materialien ermöglicht es eine spielerische und zugleich praxisnahe Vermittlung von Verkehrsregeln. Gerade diese Kombination hat sich bereits in vielen Regionen bewährt. Bundesweit wurde das Konzept schon über 60 Mal umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt.
Die symbolische Übergabe durch Franz-Werner Drees, den ersten Vorsitzenden von TEILEn e.V., markiert zugleich den Beginn eines neuen Kapitels für die Verkehrsprävention in der Region. Künftig wird das Polizeipräsidium München das Tabaluga-Mobil auf seinem Gelände stationieren und flexibel für eigene Veranstaltungen und Einsätze nutzen. Dazu zählen unter anderem Präventionstage, Schulaktionen oder auch Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür. In enger Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht entsteht so ein Netzwerk, das polizeiliche Arbeit und zivilgesellschaftliches Engagement sinnvoll miteinander verbindet.
Das Thema Verkehrssicherheit und Schulwegsicherung spielt bei der frühzeitigen Sensibilisierung von Kindern eine entscheidende Rolle. Projekte wie das Tabaluga-Mobil knüpfen genau hier an und erweitern bestehende Ansätze um einen mobilen und besonders anschaulichen Baustein. Gerade in wachsenden Gemeinden im Münchner Umland, in denen Verkehrsdichte und Mobilität stetig zunehmen, gewinnt dieses Thema weiter an Bedeutung.
Polizeipräsident Thomas Hampel betonte bei der Übergabe die Wichtigkeit solcher Initiativen und hob hervor, dass Verkehrserziehung bereits im Kindesalter beginnen müsse, um langfristig Wirkung zu zeigen.
Auch Peter Maffay selbst unterstrich die Bedeutung des Projekts. Seit Jahrzehnten engagiert sich der Musiker nicht nur auf der Bühne, sondern auch sozial. Geboren 1949 in Rumänien und später in Deutschland zu einem der erfolgreichsten Künstler des Landes geworden, ist er vielen Generationen nicht nur durch seine Musik, sondern auch durch die Figur Tabaluga bekannt.
Mit der gleichnamigen Stiftung setzt er sich seit vielen Jahren für benachteiligte und traumatisierte Kinder ein und fördert Projekte, die Schutz, Bildung und Entwicklung ermöglichen.
Das Tabaluga-Mobil fügt sich nahtlos in dieses Engagement ein. Es verbindet die bekannte Symbolfigur mit konkreter Präventionsarbeit im Alltag von Kindern. Dabei geht es nicht nur um Verkehrsregeln, sondern auch um Werte wie Rücksicht, Aufmerksamkeit und gegenseitigen Respekt.
Auch der Verein TEILEn e.V., gegründet 2013 von Akteuren aus der Automobilbranche, verfolgt das Ziel, Kinder nach Unfällen zu unterstützen und gleichzeitig präventive Maßnahmen zu stärken. In Zusammenarbeit mit Partnern wie der Aktion Kinder-Unfallhilfe werden sowohl Nachsorgeangebote als auch Bildungsprojekte realisiert.
Mit dem Einsatz des Tabaluga-Mobils entsteht nun ein weiterer Baustein, der die Verkehrssicherheit nachhaltig verbessern kann. Für Familien im Münchner Raum und auch im Landkreis bietet das Projekt die Chance, Kinder frühzeitig und praxisnah auf die Herausforderungen im Straßenverkehr vorzubereiten. Es ist ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit zwischen Organisationen, Polizei und engagierten Persönlichkeiten konkrete Wirkung entfalten kann.

Fotos: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Polizeipräsidium München

Es werden alle Kommentare moderiert. Lesen Sie bitte auch unsere Kommentarregeln:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.