Trickbetrug in Ottobrunn – auch in Grasbrunn ist weiterhin Vorsicht geboten

In unserer Nachbarschaft häufen sich Betrugsversuche mit falschen „Fachleuten“, die gezielt Senioren ins Visier nehmen.
Trickbetrug in Ottobrunn – auch in Grasbrunn ist weiterhin Vorsicht geboten

In Ottobrunn kam es am Mittwoch, 25.02.2026, gegen 12:30 Uhr zu einem perfiden Trick: Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zutritt zu einem Reihenhaus, indem sie sich als Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens ausgaben.

Sie gaukelten einer über 75‑jährigen Bewohnerin vor, den Telefonanschluss überprüfen zu müssen und nutzten diesen Vorwand, um sich unbeobachtet im Haus zu bewegen. Im Inneren entwendeten sie mehrere Schmuckstücke im Wert eines mittleren vierstelligen Betrags und flüchteten anschließend unerkannt.

Die Polizei fahndet derzeit nach den Männern, die als 30–40-jährig, groß und schlank beschrieben werden.  Die Ermittlungen laufen beim Kommissariat 55 des Polizeipräsidiums München, Zeugen werden dringend gesucht.

Die Münchner Polizei warnt insbesondere ältere Menschen eindringlich davor, unbekannte Personen – auch wenn sie sich als Handwerker, Ableser oder Servicetechniker ausgeben – in die Wohnung zu lassen, wenn kein Auftrag vorliegt. Besonders häufig nutzen Täter die vorgetäuschten Rollen von Heizungsmonteuren, Stromablesern oder Sanitärinstallateuren, um so Zutritt zu verschaffen. Im Zweifel sollte immer zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder dem jeweiligen Versorgungsunternehmen nachgefragt werden, ob ein Termin vereinbart wurde. Eine gesunde Skepsis sei dabei keine Unhöflichkeit, sondern Schutz vor möglichen Schäden und Verlusten.

Auch weitere Fälle aus der Region zeigen, wie ausgefeilt die Methoden sein können: Telefonbetrüger geben sich am Telefon häufig als Polizeibeamte, Verwandte in Not oder Mitarbeiter von Behörden aus und erzeugen gezielt Druck, damit Opfer Bargeld oder Wertgegenstände übergeben. Im südlichen Oberbayern wurden laut Polizei in mehreren Fällen über 200.000 Euro an Senioren erbeutet, indem die Täter angebliche Notfälle konstruierten und so das Vertrauen der Betroffenen gewannen. Die Kriminalpolizei warnt eindringlich davor, nie Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen zu übergeben.

Die Gemeinde Grasbrunn mit ihren rund 6.900 Einwohnern legt großen Wert auf Sicherheit und Nachbarschaftshilfe. Bei der Bürgerversammlung 2025 betonte Polizeihauptkommissar Stephan Jochim von der Polizeiinspektion Haar, wie wichtig es sei, ältere Mitbürger gerade bei Themen wie Sicherheit und Prävention im Alltag zu unterstützen.

Für alle, die Hinweise zu dem aktuellen Betrugsfall im Ottobrunner Ranhazweg, Sudetenstraße, Amperweg oder der Ostpreußenstraße geben können, ist die Polizei auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte wenden Sie sich an das Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, unter Tel. 089-2910‑0 oder jede andere Polizeidienststelle.

Beitragsfoto: FreePik

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