Trinkwasserbrunnen in Neukeferloh eröffnet

Gerade rechtzeitig zu den erwartet heißen Sommerferien und einen Tag vor dem 3. Neukeferloher Dorffest auf der Rathauswiese ist der neue Trinkwasserbrunnen gegenüber dem Rathaus in Neukeferloh offiziell in Betrieb gegangen.
Trinkwasserbrunnen in Neukeferloh eröffnet

An heißen Sommertagen sorgt die Anlage künftig für eine willkommene Erfrischung mitten im Ortskern: Bürgerinnen und Bürger können dort ab sofort kostenfrei frisches Trinkwasser genießen oder ihre mitgebrachten Flaschen auffüllen. Ein Bewegungssensor erkennt, wenn sich jemand nähert, und aktiviert automatisch den Wasserfluss – ein dauerhafter Wasserlauf und damit unnötige Verschwendung werden so vermieden.

Wie Grasbrunn Aktuell bereits im vergangenen Dezember in einem ersten Bericht zu den geplanten Trinkwasserbrunnen beschrieb, geht die Idee ursprünglich auf einen Vorstoß von Gemeinderätin Inge Ziegler zurück und erhielt durch die Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes im Januar 2023 infolge der EU-Trinkwasserrichtlinie zusätzlichen rechtlichen Rückenwind, da Trinkwasser an öffentlichen Orten seither ausdrücklich als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge gilt.

Ein zweiter Brunnen wurde bereits am Dorfplatz in Grasbrunn errichtet, wie im Juli-Bericht über die zwei neuen Trinkwasserbrunnen für Grasbrunn nachzulesen war; er soll nach einer noch ausstehenden, vom Gesundheitsamt vorgeschriebenen Wasserprobe ebenfalls freigegeben werden. Weitere Standorte, etwa am Wasserturm in Harthausen, werden derzeit geprüft.

Mit dem Angebot will die Gemeinde vor allem an warmen Tagen den Zugang zu sauberem Trinkwasser erleichtern – ein Anliegen, das angesichts der geografischen Lage Grasbrunns als Mittelpunkt Oberbayerns auch überregional Beachtung finden dürfte. Zugleich ist die Maßnahme Teil der kommunalen Klimaanpassungsstrategie und soll die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum spürbar verbessern.

Für beide Brunnen in Grasbrunn und Neukeferloh rechnet die Gemeinde mit Gesamtkosten von rund 37.000 Euro. Gefördert wird das Vorhaben vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 10.000 Euro je Brunnen – macht bis zu 20.000 Euro Fördermittel für beide Projekte zusammen. Passend zum Dorffest am 1. August dürfte der neue Brunnen gleich seine erste große Bewährungsprobe bestehen.

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