Unfall an der A99 / B 304 endet glimpflich

Ein missachtetes Rotlicht führte am Donnerstagnachmittag zu einem folgenschweren Unfall mit mehreren Verletzten, der jedoch dank glücklicher Umstände noch vergleichsweise glimpflich ausging.
Unfall an der A99 / B 304 endet glimpflich

Am 19. März 2026 kam es gegen 16 Uhr im Bereich der B 304 an der Auffahrt zur A99 in Fahrtrichtung Nürnberg zu einem Verkehrsunfall, der erneut zeigt, wie schnell eine kurze Unachtsamkeit schwerwiegende Folgen haben kann. Eine 72-jährige Autofahrerin aus dem Landkreis München war mit ihrem Mercedes auf der B 304 in nordwestlicher Richtung unterwegs und übersah nach bisherigen Erkenntnissen das Rotlicht an der Ampel zur Autobahnauffahrt.

Zur gleichen Zeit befand sich ein weiteres Fahrzeug mit drei Insassen auf der Gegenfahrbahn, das bei Grünlicht von der B 304 auf die A99 auffahren wollte. Im Wagen saßen zwei 28-jährige Erwachsene sowie ein fünf Monate altes Baby. Im Kreuzungsbereich kam es schließlich zur Kollision der beiden Fahrzeuge, die durch die Wucht des Aufpralls erheblich beschädigt wurden. Beide Autos erlitten Totalschaden, der entstandene Sachschaden wird auf rund 60.000 Euro geschätzt.

Trotz der heftigen Kollision verlief der Unfall vergleichsweise glimpflich. Die Unfallverursacherin sowie die beiden Erwachsenen aus dem zweiten Fahrzeug wurden leicht verletzt und nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in umliegende Münchner Kliniken gebracht. Besonders erleichternd ist, dass das im Fahrzeug befindliche Baby unverletzt blieb. Es war ordnungsgemäß in einer Rückhalteeinrichtung gesichert, was in diesem Fall entscheidend dazu beigetragen haben dürfte, schlimmere Folgen zu verhindern.

Wie bereits in früheren Berichten von Grasbrunn Aktuell über Verkehrsunfälle entlang der stark frequentierten B 304 deutlich wurde, zählt dieser Bereich zu den sensiblen Verkehrsknotenpunkten im östlichen Landkreis München. Gerade die Kombination aus hohem Verkehrsaufkommen, Autobahnanschluss und Lichtsignalanlagen erfordert von allen Verkehrsteilnehmern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Immer wieder kommt es hier zu gefährlichen Situationen, insbesondere wenn Signale missachtet oder falsch eingeschätzt werden.

Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei waren mit einem größeren Aufgebot im Einsatz und sorgten dafür, dass die Verletzten schnell versorgt und die Unfallstelle abgesichert wurde. Trotz des zunächst entstandenen Verkehrschaos konnte die Situation zügig unter Kontrolle gebracht und der Verkehr nach und nach wieder freigegeben werden.
Gegen die 72-jährige Fahrerin wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

Foto: Feuerwehr Grasbrunn

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