Warnstreik bei der MVG: U-Bahn steht still, Tram und Busse nur eingeschränkt unterwegs

Ein ganztägiger Warnstreik der Gewerkschaft Verdi legt am heutigen Montag große Teile des Münchner Nahverkehrs lahm und betrifft auch viele Pendlerinnen und Pendler aus dem Raum Grasbrunn.
Warnstreik bei der MVG: U-Bahn steht still, Tram und Busse nur eingeschränkt unterwegs

Im Zuge der laufenden Tarifverhandlungen im TV-N Bayern hat die Gewerkschaft Verdi für Montag, 2. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) aufgerufen. Der Streik dauert bis Dienstag, 3. Februar, 3.30 Uhr. Betroffen sind U-Bahn, Tram sowie Buslinien bis einschließlich Linie 199. Fahrgäste müssen sich den gesamten Tag über auf massive Einschränkungen einstellen.
U-Bahn vorerst komplett außer Betrieb.

Die U-Bahn bleibt aus Sicherheitsgründen zunächst vollständig außer Betrieb. Ob im Laufe des Tages überhaupt einzelne Linien fahren können, hängt maßgeblich davon ab, ob ausreichend Personal in der Leitstelle sowie genügend Fahrpersonal zur Verfügung steht. Nach Angaben der MVG kann selbst bei teilweiser Personalverfügbarkeit der Betrieb nur aufgenommen werden, wenn mindestens eine Linie vollständig und sicher betrieben werden kann. Ob es dazu kommt, ist derzeit offen.

Auch der Tramverkehr ist vom Warnstreik betroffen. Sollte es möglich sein, einzelne Fahrzeuge zu besetzen, will die MVG diese vorrangig auf der stark frequentierten Linie 20 in der Dachauer Straße einsetzen. Ob und in welchem Umfang weitere Linien bedient werden können, entscheidet sich kurzfristig im Tagesverlauf.

Im Busverkehr ist ein stark eingeschränkter Betrieb zu erwarten. Hintergrund: Nicht alle Busse werden direkt von der MVG betrieben. Private Busunternehmen, die im Auftrag der MVG fahren, sind nicht vom Streik betroffen. Dennoch ist damit zu rechnen, dass nur ein Teil der Linien bedient wird und die Busse unregelmäßig verkehren. Verlässliche Taktzeiten können nicht garantiert werden.
Nicht bestreikt werden:

  • die S-Bahn München
  • Regionalzüge
  • sowie die MVV-Regionalbusse.

Gerade für Pendlerinnen und Pendler aus dem Münchner Osten und dem Landkreis München bieten diese Verkehrsmittel eine wichtige Alternative, um dennoch ans Ziel zu kommen.
Empfehlung: Alternativen einplanen
Die MVG empfiehlt, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder – wenn möglich – Homeoffice einzuplanen. Auch Kundencenter und das Fundbüro der MVG können vom Streik betroffen sein und möglicherweise nicht oder nur eingeschränkt erreichbar sein.

Da sich die Einsatzlage im Laufe des Tages ändern kann, rät die MVG dringend dazu, sich laufend aktuell zu informieren. Die besten Informationsquellen sind:

In der Verbindungsauskunft auf mvg.de und in der App MVGO werden die Fahrten, die trotz Streiks stattfinden, mit farbigen Uhrzeiten gekennzeichnet:

  • Grün = pünktlich
  • Rot = verspätet

Wichtig: Eine Vorab-Verbindungssuche ist nur eingeschränkt verlässlich. Ob, wo und wie viele Fahrzeuge tatsächlich im Einsatz sind, kann sich im Laufe des Tages ändern.

Die MVG-Garantie gilt nicht während eines Streiks. Auch bei Wochen- und Monatskarten, Abonnements oder anderen Zeitkarten ist keine (anteilige) Erstattung vorgesehen. Fahrgäste aus Grasbrunn und Umgebung sollten für den heutigen Tag daher mehr Zeit einplanen, Alternativen prüfen und sich regelmäßig online über den aktuellen Stand informieren.

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