Im Mittelpunkt standen die Planungen für die Geothermie-Wende, millionenschwere Infrastrukturprojekte und die erneute Bestätigung Grasbrunns als sicherste Gemeinde der Region und Klaus Korneders Ankündigung bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr für eine 4. Amtszeit als Bürgermeister zu kandidieren und sich aus der Politik zurückzuziehen.
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Das wohl ambitionierteste Projekt der Gemeinde, das interkommunale Geothermie-Projekt mit Haar und Zorneding, nimmt nun konkrete Formen an. Die Bohrung ist für das Jahr 2026 vorgesehen, mit einer erwarteten Wärmelieferung ab 2028. Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei rund 50 Millionen Euro, wobei bereits ein Zuschussbescheid über 18,5 Millionen Euro vorliegt.
Trotz der klaren Vision zur Wärmewende sorgte der geplante Standort der Geothermie-Energiezentrale für Diskussionen. Mehrere Bürgeranträge forderten die Gemeindeverwaltung auf, einen alternativen Standort zu suchen. Damit verbunden war die Sorge um den Bolzplatz in Neukeferloh Nord, dessen Nutzung Bürger per Beschluss dauerhaft als gesicherte Spielfläche festschreiben lassen wollten.
Die Finanzen der Gemeinde stehen weiterhin unter Druck, primär durch die stetig steigenden Kosten für die Kinderbetreuung, deren kommunaler Zuschuss 2024 einen Höchstwert von über drei Millionen Euro erreichte.
Landrat Christoph Göbel bestätigte in seinem Grußwort die finanziellen Schwierigkeiten des Landkreises, die von einer sinkenden Steuerkraft und einer steigenden Kreisumlage herrühren.
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Dennoch investiert der Kreis massiv, unter anderem jährlich 70 Millionen Euro in den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und in die Einrichtung einer neuen Realschule in Haar, die zur Entlastung des Schulstandorts Vaterstetten beitragen und den Grasbrunner Schülern neue Bildungsangebote eröffnen soll.
Parallel treibt die Gemeinde weitere wichtige Projekte voran, darunter den Glasfaserausbau, die Sanierung der Lärmschutzanlagen an der A99 und B304.
Im Verkehrsbereich wurden die Pläne der Autobahn GmbH zur Brückensanierung an der A99/B304, die bereits im Bauausschuss vorgestellt wurden (siehe Artikel zur Brückensanierung), auch den anwesenden Bürgern präsentiert. Im Fokus steht zudem der Ausbau der Radwege, wie dem Schnellen Radweg zwischen München und Ebersberg.
Erfreuliches konnte Polizeihauptkommissar Stephan Jochim vermelden: Grasbrunn liegt statistisch gesehen weiterhin auf dem Spitzenplatz als sicherste Gemeinde im Dienstbereich der Polizeiinspektion Haar. Die Kriminalitätsbelastung sei konstant niedrig, auch wenn die Zahl der Verkehrsunfälle 2024 auf 140 anstieg. Trotz der stabilen Sicherheitslage rief die Polizei die Bürger zur Wachsamkeit bezüglich des sehr niedrigen Wohnungseinbruchdiebstahls auf.
Ein stark diskutiertes Thema aus den Bürgeranträgen war der geplante Standort für die Geothermie-Energiezentrale. Hierzu wurden mehrere Anträge eingereicht, die die Gemeindeverwaltung auffordern, einen alternativen Standort zu suchen. Eng damit verbunden war die Sorge um den Bolzplatz in Neukeferloh Nord, dessen Nutzung Bürger per Beschluss dauerhaft als gesicherte Spielfläche festschreiben lassen wollten. Weitere Anträge betrafen die Verkehrssicherheit an der Radweg-Unterführung am Technopark sowie die Erarbeitung von Lösungen für die Einführung eines kommunalen Winterdienstes.

Auf dem Weg zum Bahnhof komme ich manchmal am Bolzplatz zu unterschiedlichen Tageszeiten vorbei. Ich habe niemals jemand dort spielen sehen. Also kann die Energiezentrale gebaut werden.