St. Andreas Kirche in Harthausen
Harthausen, Bayern 85630 Deutschland Wegbeschreibung
St. Andreas ist eine römisch-katholische Kirche in Harthausen, einem Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Grasbrunn im Landkreis München. Diese Kirche, die dem heiligen Apostel Andreas geweiht ist, dient als Filialkirche der Pfarrei St. Martin in Zorneding. Sie ist als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.
Gelegen im historischen Zentrum von Harthausen, befindet sich St. Andreas an der Einmündung des Kirchwegs in die Hauptstraße. Die Ausrichtung der Kirche weicht um etwa 10° von der idealen Ostung nach Süden ab und ist von einem ummauerten Kirchfriedhof umgeben.
Das Bauwerk stammt ursprünglich aus der Gotik. Im Jahr 1870 wurde das Langhaus um eine Fensterachse nach Westen erweitert, und in dem abgetragenen Teil wurde eine Empore errichtet. Um diese Zeit erhielt der Turm auch einen Spitzhelm. Eine Restaurierung erfolgte 1946/1947, bei der ein Eingangsbereich an die Westseite angebaut wurde. Weitere Restaurierungen fanden 1977 (äußere) und ab 1986 (innere) statt.
Die Kirche misst etwa 20 Meter in der Länge und 8 Meter in der Breite und hat ein Satteldach. An der Ostseite steht ein Glockenturm mit quadratischem Grundriss, der über dem Dachfirst achteckig wird und in einem Spitzhelm endet.
Im Inneren ist St. Andreas eine einschiffige Saalkirche mit Flachdecke. Ein Deckengemälde zeigt die Berufung des Apostels Andreas. Ein Spitzbogen führt in den quadratischen Chor mit gotischem Kreuzgratgewölbe.
Der Hochaltar stammt aus der Zeit um 1660/1670. Über dem Tabernakel steht eine moderne Figur des heiligen Andreas, umrahmt von Säulen und flankiert von Figuren der Heiligen Johannes der Täufer und Laurentius. Der Altarauszug zeigt Gottvater. Die Seitenaltäre sind vom Ende des 17. Jahrhunderts, mit Gemälden von 1850. Der linke Seitenaltar zeigt Maria mit den Heiligen Sebastian und Florian im Auszug, der rechte den heiligen Leonhard mit der Dreifaltigkeit im Auszug.
An der rechten Langhauswand hängt ein Kruzifix mit Schmerzhafter Mutter aus dem frühen 18. Jahrhundert, gegenüber an der linken Langhauswand eine Figurengruppe der Heiligen Familie. Neben der Orgelempore hängt das ehemalige Hochaltarbild des heiligen Andreas. Der Kreuzweg und eine Orgel auf der Empore vervollständigen die Ausstattung.
Die einmanualige Orgel, ein Werk von Alois Wölfl aus Unterflossing bei Mühldorf am Inn, wurde 1955 als Ersatz für ein Harmonium gebaut. Trotz der geringen Registerzahl weist sie viele Grundstimmen auf, darunter drei Streichregister.
