Auch aus dem Münchner Osten und der Region Grasbrunn zieht es traditionell viele Besucherinnen und Besucher zur größten Theresienwiese in München, auf der seit über 200 Jahren das Oktoberfest gefeiert wird. Das 191. Oktoberfest findet dieses Jahr vom 19. September bis einschließlich 4. Oktober 2026 statt, parallel dazu die „Oide Wiesn“ im Südteil des Geländes.
Nach der punktuellen Überfüllungssituation im vergangenen Jahr haben Polizei und Kreisverwaltungsreferat (KVR) ihre Konzepte überarbeitet. Rund 600 Polizeikräfte sind im Gesamtverlauf im Einsatz, unterstützt durch die Bayerische Bereitschaftspolizei, die Bundespolizei im Bahnverkehr sowie italienische Kollegen an den stark besuchten zweiten und dritten Wochenenden. Auch rund 240 KVR-Mitarbeitende sind vor Ort tätig – vom Veranstaltungsbüro über die Lebensmittelüberwachung bis zur Wiesn-Feuerwache.
Weiterhin gilt ein Messerverbot im Bereich des Mittleren Sperrrings sowie ein Verbot von Rucksäcken, großen Taschen über drei Litern und Glasflaschen. Neu ist zudem, dass zum Schutz vor Überfahrtaten die Schwanthalerstraße zu hochfrequentierten Zeiten durch Fahrzeugsicherheitsbarrieren gesperrt wird. Das Wiesn-Fundbüro ist wegen Umbauarbeiten erstmals ins Deutsche Museum – Verkehrszentrum umgezogen.
Besonders im Fokus steht erneut der Schutz von Mädchen und Frauen. Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ gibt es bereits seit 2003: Drei Münchner Vereine kümmern sich seither gemeinsam um Prävention, Aufklärung und konkrete Hilfe. Ziel ist es, sowohl die tatsächliche Sicherheit als auch das individuelle Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Denn jedes Jahr erleben Mädchen und Frauen, dass ihre Notlagen ausgenutzt werden, von sexualisierter bis hin zu körperlicher Gewalt.
Herzstück der Aktion ist der Safe Space im Servicezentrum Theresienwiese, schräg unterhalb der Bavaria-Statue, wo Betroffene direkte Unterstützung finden. Getragen wird das Projekt von mehreren Partnerorganisationen, die sich gemeinsam für Zivilcourage und den Schutz von Mädchen und Frauen einsetzen.
Die Zahl der registrierten Taschendiebstähle stieg im Vergleich zum Vorjahr mit 55 Taten zwar leicht an, blieb aber tendenziell niedrig (2024: 38 Fälle, 2023: 123 Fälle). Die Polizei rät dennoch: Geld und Wertsachen eng am Körper tragen, Hand- und Umhängetaschen vor dem Körper halten und keine Wertgegenstände in abgelegten Jacken zurücklassen.
Bei Auseinandersetzungen oder verdächtigen Wahrnehmungen kann jederzeit der Notruf 110 verständigt werden. Die Münchner Polizei wünscht allen Besucherinnen und Besuchern, auch aus Grasbrunn und Umgebung, einen schönen, friedlichen und sicheren Wiesnbesuch.

Beitragsfoto: Bild von jplenio auf Pixabay

Es werden alle Kommentare moderiert. Lesen Sie bitte auch unsere Kommentarregeln:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.