Vom 1. Oktober bis Ende des Jahres 2026 soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter sinken. Weil auf die Steuer wiederum Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich rechnerisch eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter. Insgesamt sollen Verbraucher und Unternehmen um etwa 2,5 Milliarden Euro entlastet werden. Bei einem 50-Liter-Tank wären das theoretisch rund 8,50 Euro weniger.
Der Zeitpunkt kommt nicht zufällig: Am 16. September kostete Super E10 laut ADAC bundesweit im Schnitt 2.314 Euro je Liter, Diesel lag bei 2.453 Euro – am Folgetag kletterte Diesel sogar auf 2.471 Euro. Gerade im Münchner Umland, wo viele Pendler, Handwerksbetriebe, Pflegedienste und Familien auf das Auto angewiesen sind, macht sich das deutlich bemerkbar. Bereits im Frühjahr hatte ein vergleichbarer Tankrabatt für Entlastung gesorgt.
Ob die vollen 17 Cent tatsächlich an der Zapfsäule ankommen, ist allerdings offen. Der ADAC mahnt mehr Transparenz bei der Preisbildung an, da das aktuelle Preisniveau den gestiegenen Ölpreis nur teilweise erklärt. Zum 1. Januar 2027 soll zudem ein Spritpreisdeckel folgen, orientiert an Modellen aus Luxemburg und Belgien. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte sich allerdings dagegen ausgesprochen.
Bis dahin bleibt für Grasbrunner Autofahrer vor allem: der Preisvergleich zwischen Tankstellen.

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