Bärig! Bayrische Kultur für Grundschüler

Bayerischer Filzhut

Lange Zeit war es verpönt, wenn Eltern ihren Dialekt an den Nachwuchs weitergaben. Heute glauben Wissenschaftler, dass Dialekte die Sprachbegabung der Kinder fördern. Gleichzeitig werden Traditionen erhalten und “altes Wissen” weiter gegeben.

In diesem Sinne muss man es begrüßen, dass aus diesem Erkenntnisgewinn zusätzliche Angebote im Lehrplan der Schulen entstehen – und sei es nur als freiwillige Arbeitsgruppe (AG).

Frau Thalhammer, Lehrerin an der Grundschule Neukeferloh, ist es zu verdanken, dass die Grundschüler in Neukeferloh in den Genuss dieser Sprach- und Traditionsförderung kommen. Sie bietet ab dem 24. September jeden Donnerstag von 12:15 eine Dreiviertelstunde “Bayrisch AG” an. Und um es mit ihren Worten zu sagen:

“Ob bayerisch sprechen, „Drunt in da greana Au“ singen, typische Kartenspiele spielen, traditionelle Leckereienbprobieren oder bayrische Kultur leben, in der Bayrisch AG werden wir die bayerische Kultur mit allen Sinnen aufleben lassen!”

Ist doch eine bärige Idee, oder?

3 Antworten auf “Bärig! Bayrische Kultur für Grundschüler

  1. Als Nicht-Bayer möchte ich sagen, dass ich dieses Angebot großartig finde. In meinem Herkunfts-Bundesland NRW gibt es leider wenig nennenswerte Traditionen und auch ein ggf. regional gesprochener Dialekt wird eher als Makel denn als Talent gelebt. Insofern sage ich jetzt einfach mal “Danke” an die Initiatorin und hoffe, dass viele Kinder dieses Angebot nutzen werden!

    1. Ich liebe den Kölner Dialekt und wenn ich “Hey Kölle” höre, hält mich nichts mehr auf dem Stuhl.
      Aber, das (!) Angebot ist eine tolle Sache und ich kenne Kinder, die da vielleicht auch hingehen sollten … :-)) Also, liebe Eltern, schickt die Kinder dahin (falls sie mögen) – ganz im Sinne von weiss-blau – unserer Kultur.

  2. Definitiv. Bin voll bayrisch aufgewachsen, immer schon fix in Fremdsprachen und beherrsche heute 3,5 (da bin ich pingelig) davon fließend. Freunde meiner Eltern (auch Münchner) sprachen „vorsichtshalber“ Hochdeutsch mit dem Kind. Ergebnis eher mäßig 😉

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