Falschgeld in Grasbrunn aufgetaucht

Beim Familienfest in Neukeferloh ist am Wochenende ein gefälschter 20-Euro-Schein aufgetaucht – nun ist erhöhte Aufmerksamkeit beim Umgang mit Bargeld gefragt.
Falschgeld in Grasbrunn aufgetaucht

Auf dem Familienfest am Samstag, 11. Juli 2026, an der Sporthalle in Neukeferloh ist offenbar mit einem gefälschten 20-Euro-Schein bezahlt worden.
Der Schein wirkte auf den ersten Blick täuschend echt. Erst bei genauerem Hinsehen nach der Veranstaltung fiel auf, dass sich unter der Seriennummer auf der rechten Seite der englische Aufdruck „Prop Copy“ befand – ein Hinweis darauf, dass es sich um sogenanntes Filmgeld handelt, das ursprünglich als Requisite für Film- oder Fotoaufnahmen hergestellt wurde und ausdrücklich nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt ist.

Nach Informationen von Grasbrunn Aktuell handelt es sich dabei offenbar nicht um einen Einzelfall. Bereits in den vergangenen Wochen soll innerhalb der Gemeinde mehrfach über verdächtige Banknoten gesprochen worden sein. Ob diese Fälle tatsächlich miteinander in Zusammenhang stehen, ist derzeit nicht bekannt. Fest steht jedoch: Die Entdeckung des Scheins beim gut besuchten Familienfest zeigt, dass auch in der Gemeinde Grasbrunn Falschgeld im Umlauf sein könnte.

Gerade bei Veranstaltungen, Vereinsfesten oder Märkten wechseln innerhalb kurzer Zeit viele Geldscheine den Besitzer. Oft bleibt nur wenig Zeit, jede Banknote sorgfältig zu kontrollieren. Genau darauf setzen Fälscher. Besonders sogenannte „Prop Money“-Scheine wirken auf den ersten Blick erstaunlich echt, weisen jedoch meist kleine Aufdrucke wie „Prop Copy“, „Movie Money“ oder ähnliche Hinweise auf, die sie eindeutig als Fälschung kennzeichnen. Werden diese Hinweise übersehen, gelangen die Scheine in den normalen Zahlungsverkehr.

Die Deutsche Bundesbank weist seit Jahren darauf hin, dass Bargeld über zahlreiche Sicherheitsmerkmale verfügt, die sich ohne technische Hilfsmittel überprüfen lassen. Wer Banknoten annimmt, sollte sich deshalb nicht allein auf den ersten optischen Eindruck verlassen. Das Fühlen des Papiers, das Betrachten gegen das Licht sowie das Kippen der Banknote gehören zu den einfachsten Möglichkeiten, die Echtheit zu kontrollieren. Im Zweifel empfiehlt die Bundesbank, mehrere Sicherheitsmerkmale miteinander zu vergleichen oder eine zweifelsfrei echte Banknote zum direkten Vergleich heranzuziehen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein Schein ungewöhnlich glatt wirkt oder auffällige Druckfehler aufweist. Auch Lupe oder UV-Licht können bei der Prüfung hilfreich sein. Im Zweifelsfall können verdächtige Banknoten bei einem Kreditinstitut oder einer Filiale der Deutschen Bundesbank überprüft werden.

Wer eine gefälschte Banknote erhält, sollte diese keinesfalls weitergeben. Nach § 147 des Strafgesetzbuches macht sich strafbar, wer Falschgeld wissentlich als echtes Zahlungsmittel in Umlauf bringt. Darauf stehen Geldstrafe oder sogar Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Eine Entschädigung für eingezogenes Falschgeld gibt es nicht – der finanzielle Schaden bleibt demjenigen, der den Schein angenommen hat.

Die Polizei empfiehlt deshalb, bei einem Falschgeldverdacht umgehend Anzeige zu erstatten. Der verdächtige Geldschein sollte möglichst in einem Briefumschlag aufbewahrt werden, damit mögliche Fingerabdrücke erhalten bleiben. Lässt sich der Übergeber des Scheins noch vor Ort ansprechen, sollte nach Möglichkeit die Polizei verständigt werden. Dabei gilt jedoch immer: Die eigene Sicherheit hat Vorrang.

Ob der nun in Neukeferloh aufgetauchte 20-Euro-Schein Teil einer größeren Serie ist oder lediglich ein Einzelfall, werden die weiteren Ermittlungen zeigen. Wer in den vergangenen Tagen oder Wochen ebenfalls verdächtige Banknoten erhalten hat, sollte diese der Polizeiinspektion Haar melden und nicht erneut in Umlauf bringen.

Gerade in einer Gemeinde mit zahlreichen Veranstaltungen, Vereinsfesten und Märkten ist Aufmerksamkeit der beste Schutz davor, dass sich Falschgeld unbemerkt weiterverbreitet.

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