Grasbrunner Gemeinderat diskutiert über alternative Nutzung der Notstrom-Aggregate

Der Grasbrunner Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung intensiv mit der Frage beschäftigt, ob die während der Corona-Pandemie angeschafften Notstromaggregate künftig auch für Vereinsveranstaltungen verliehen werden sollen.
Grasbrunner Gemeinderat diskutiert über alternative Nutzung der Notstrom-Aggregate

Auf Initiative der Feuerwehren in Grasbrunn und Harthausen hatte die Gemeinde drei Notstromaggregate angeschafft – als Vorsorge für mögliche Stromausfälle oder Krisensituationen. Die Geräte sind fest für den sogenannten „Blackout-Fall“ vorgesehen. Ein Verleih war ursprünglich nicht vorgesehen, um ihre Einsatzbereitschaft jederzeit zu gewährleisten.

Die FWG-Fraktion stellte nun den Antrag, die Geräte auch bei örtlichen Festen zur Verfügung zu stellen – beispielsweise beim Neukeferloher Dorffest oder dem Harthauser Pfingst-Sunrise.
Hannes Bußjäger, 1. Feuerwehr-Kommandant und FWG-Gemeinderat argumentierte, dass die Geräte mobil und voll einsatzfähig seien – und dass sie ohnehin regelmäßig unter Volllast getestet werden müssten. Ein gelegentlicher Einsatz bei Vereinsveranstaltungen wäre also sinnvoll.

Doch Verwaltung und Bauamt sahen das anders. Bauamtsleiterein Stephanie Zirngibl erklärte, dass die Geräte laut Hersteller nur für den stationären Einsatz gedacht seien. Eine Umrüstung auf Hänger sei wegen der Abgaswerte nicht zulassungsfähig. Zudem verwies die Kämmerei darauf, dass Stromaggregat-Verleih keine kommunale Aufgabe sei. Auch fehle Personal zur fachgerechten Betreuung und Absicherung bei Nutzung durch Dritte.
Dem widersprach Hannes Büßjäger und wies darauf hin, dass die Aggregate bei infrage kommenden Festen ohnehin nur von ausgebildeten Feuerleuten bedient werden.
Die war auch schon bei vergangenen Festen, der Fall, bei denen Notstrom-Aggregate allerdings immer aus den Nachbargemeinden ausgeliehen wurden.

Die Verwaltung schlug daraufhin vor, ein zusätzliches Aggregat nur für Feste anzuschaffen. In der Debatte sprach sich auch SPD-Gemeinderat und Feuerwehrmann Markus Mende gegen die Anschaffung eines zusätzlichen Aggregats aus: „Wir haben doch drei – die reichen, und die können im Ort genutzt werden.“ Das sah die Mehrheit des Gemeiderats ähnlich. Ein gewerblicher oder pauschaler Verleih wurde abgelehnt.

Letztlich verständigte man sich darauf, dass die Grasbrunner Gemeindeverwaltung künftig im Einzelfall entscheiden kann, ob eines der Aggregate für eine Veranstaltung ausgeliehen wird.
Vereine können künftig also bei Bedarf eine Anfrage stellen – ob das Aggregat dann tatsächlich genutzt werden kann, hängt von der jeweiligen Situation ab.

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