Großbauprojekt Grasbrunn: Stellungnahmen der Bürger jetzt möglich

Bauprojekt Grasbrunn

Unter dem kryptischen Namen “14. Änderung des Flächennutzungsplans und Bebauungsplan Nr. 72 „St.-Ulrich-Platz, Kirchenstraße“ in Grasbrunn” hat die Gemeindeverwaltung nun weitere Information zum Großbauprojekt in Grasbrunn veröffentlicht.

Noch bis zum 20. April haben Bürger die Möglichkeit, sich online über die Vorentwürfe des geänderten Flächennutzungsplans, die Begründungen und den Umweltbericht zu informieren.

Der Inhalt der Bekanntmachung und die nach § 3 Abs. 1 BauGB auszulegenden Unterlagen werden während der Auslegungsfrist über die unten stehenden Links angeboten.

Außerdem können Stellungnahmen zur Planung per Email  eingereicht werden.

Während der Auslegungsfrist kann jeder Bürger Einsicht in die Entwürfe nehmen. Es besteht auch die Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan nicht berücksichtigt werden können.

Sie können die Unterlagen auch im Rathaus Neukeferloh (Lerchenstraße 1, 85630 Grasbrunn-Neukeferloh, Ebene 3 im Bauamt) einsehen, allerdings wird wegen der Corona-Pandemie um vorherige telefonische Terminvereinbarung bei den Mitarbeitern des Bauamts unter folgenden Rufnummern gebeten:

  • Frau Zirngibl, Tel.: 089-461002-130
  • Herr Eschenbach, Tel.: 089-461002-131

Quelle: Gemeinde Grasbrunn

6 Antworten auf “Großbauprojekt Grasbrunn: Stellungnahmen der Bürger jetzt möglich

  1. Ein Projekt welches unsere Gemeinde verändern wird!
    Dass ein solch gewaltiges Vorhaben ohne die breite Einbindung der Einwohner und Bürger im Vorfeld der Entscheidungen und ich relativer Stille geschieht finde ich ungeheuerlich!
    Die Bürger sollten und müssen in große Vorhaben doch im Vorfeld und frühzeitig gehört und aktiv eingebunden werden.

  2. Aus Sicht der Grünen – ein entäuschende Entwurf für die neue Mitte von Grasbrunn.

    Wir Grünen wollten bspw. einen zentralen öffentlichen Spielplatz, umsäumt von Bänken und Hecken, der zum Treffpunkt von Kindern und Eltern hätte werden können. Kein Platz für einen solchen Spielplatz, keine Lust der Gemeindeverwaltung auf die Pflege eines weiteren öffentlichen Spielplatzes und die Angst vor dem „Kinderlärm“ waren die Hauptargumente dagegen.

    Auch der Wunsch nach mehr Bäumen, ursprünglich ein Antrag der SPD und von uns unterstützt, konnte sich nicht durchsetzen. Es blieb bei dem Schlüssel von 1 Baum pro 500 qm.

    Unser Antrag auf Bänke und Sitzgruppen, damit die künftigen Bewohner sich treffen und begegnen können, wurde begrenzt auf den öffentlichen Verkehrsraum und den schmalen Grüngürtel entlang der Straße. Nur dort sollen diese Begegnungsstätten aufgestellt werden dürfen, und auch die Blühflächen für Insekten sind nur auf diesen Grüngürtel beschränkt.

    Wir Grüne wollten einen Wohnungsmix mit mehr größeren, familienfreundlichen Wohneinheiten und dadurch eine Begrenzung der Wohnungen auf 60. Die Mehrheit unterstützt aber den Wohnungsmix der Vorhabenträger, wodurch es auf bis zu 80 Wohnungen kommen kann.

  3. Der Dorfplatz des Ortsteils Grasbrunn ist geprägt von einem historischen Brunnenhaus
    von 1899, alten Bauernhäusern, einem Maibaum und einem Gasthaus. Er ist Teil des öffentlichen Lebens und wichtiger Treffpunkt für die Grasbrunner Bürger (Dorffeste, Faschingstreiben usw.). Es sollte deshalb ein wichtiges Anliegen sein, dass der Dorfplatz seinen Charme behält und nicht durch eine übermäßige Bebauung beeinträchtigt wird. Zudem leiden die Grasbrunner Bürger schon jetzt unter der Verkehrssituation am Dorfplatz.

  4. Wie schön, dass im Umweltbericht jetzt festgeschrieben steht, dass der jahrzehntealte Walnussbaum erhalten bleibt! Danke für diese Berücksichtigung.

  5. Eine maßvolle Wohnbebauung schließt die Baulücke im Nordwesten Grasbrunns. Ein attraktiver Neubau des Grasbrunner Hofes mit gemütlichem Biergarten ohne maximale Verkehrsbeeinträchtigung liefert einen zentralen Treffpunkt für alle Altersgruppen. Auch die Erhaltung jahrzehntealter Bäume macht das geplante Bauprojekt insgesamt erst realistisch.

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