Damals gründeten Kameraden aus Harthausen und Grasbrunn den Krieger- und Veteranenverein, der diesen besonderen Ehrentag bewusst auf einen anderen Termin legte, um Überschneidungen mit dem Volkstrauertag zu vermeiden.
Da sonntags nach Absprache mit dem katholischen Pfarramt Zorneding in den letzten Jahren kein freier Termin möglich war, finden die Feierlichkeiten mittlerweile am Samstagabend statt – was leider dazu führt, dass immer weniger Bürgerinnen und Bürger als Zuschauer teilnehmen.
Nach dem Gottesdienst, den Altpfarrer Kilian Semel hielt, nahmen die Vereine auf dem Dorfplatz Aufstellung. In ihren Ansprachen erinnerten Pfarrer Semel und Bürgermeister Klaus Korneder an die Opfer der beiden Weltkriege, aber auch an die Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten und im Sudan. Im Anschluss legten Bürgermeister Korneder und der Vereinsvorstand der Krieger- und Soldatenkameradschaft Harthausen, Bernhard Bauer, gemeinsam einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder.
Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier von der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Nach dem offiziellen Teil lud der Bürgermeister alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum gemeinsamen Essen ins Bürgerhaus ein. Für die Ausleuchtung des Dorfplatzes und die Verkehrslenkung sorgte die Feuerwehr Harthausen.
Der Kriegerjahrtag bleibt ein stiller Moment des Innehaltens, der an die Geschichte erinnert und zugleich zum Frieden mahnt – gerade in einer Zeit, in der Kriege wieder zum Alltag der Nachrichten gehören.


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