Mit der neuen Produktion „Der Liebe wegen…“ knüpft das Harthauser Dorftheater nahtlos an die Erfolge der vergangenen Jahre an.. Schon in den letzten Jahren wurde deutlich, wie sehr sich das Ensemble mit Stücken wie „…und oben wohnen Engel“, „Moorleichenpoker“, Mucksmäuserlmord“ oder „Last Minute“ in die Herzen des Publikums gespielt hat.
Im Mittelpunkt der turbulenten Komödie steht Charly Palmer, dargestellt von Günter Okon, der als untreuer Ehemann mit viel Charme und feinem Gespür für Timing versucht, die Gunst seiner Frau zurückzugewinnen. Angela Haas gibt Carola Palmer als selbstbewusste Modezeichnerin und Fotografin mit klarer Haltung und spürbarer innerer Zerrissenheit. Zwischen beiden entsteht ein glaubwürdiges Spannungsfeld aus Verletzung, Hoffnung und immer wieder aufblitzender Zuneigung.
Für zusätzliche Dynamik sorgt Gabi Segenschmid als Lilli Schäfer, Charleys ehemalige Geliebte, die das ohnehin fragile Beziehungsgeflecht wieder ins Wanken bringt. Natalie Wischnewski überzeugt als Tochter Evi Palmer, die immer wieder zwischen ihren Eltern zu vermitteln versucht.
Marianne Leibig als lebenslustige Helene Prinz und Mutter von Carola Palmer sorgte mit ihrer direkten Art und trockenem Humor immer wieder für zahlreiche Lacher im Publikum.
Besonders erfreulich sind die beiden Neuzugänge im Ensemble. Christian Feuchtner als Manuel Wundermann, der sich als Fotomodel sein Jurastudium finanzieren muss und Korbinian Feldmann als Martin Sundermann stehen erstmals vor größerem Publikum und meistern ihre Rollen mit bemerkenswerter Sicherheit. Feuchtner bringt die nötige Mischung aus jugendlicher Unbekümmertheit und Verwirrung in seine Figur, während Feldmann als bodenständiger Freund von Evi überzeugte. Beide fügen sich nahtlos ins Ensemble ein und zeigen, dass der Theaterverein auch in Zukunft gut aufgestellt ist.
Unter der Regie von Maximilian Eiba entwickelt sich das Stück zu einem temporeichen Verwechslungsspiel, das von gutem Timing und gut gesetzten Pointen lebt.
Unterstützt wird dies durch das engagierte Team hinter der Bühne, das von Maske über Kostüm bis zur Technik für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Auch diesmal wurde die Aufführung wieder musikalisch von Vis-A-Vis Elisabeth Feldmann am Akkordeon, Robert Feldmann an der Klarinette und Vroni Heinzinger an der Harfe begleitet.
So entstand ein stimmiger Theaterabend, der zeigt, wie lebendig und hochwertig Amateurtheater sein kann. Das Harthauser Dorftheater beweist erneut, dass es Unterhaltung auf hohem Niveau bietet und dabei den direkten Draht zum Publikum nie verliert.
Wie jedes Jahr spendete das Harthauser Dorftheater die Einnahmen der Premiere an eine gemeinnützige Organisation: Dieses Jahr fiel die Wahl auf der Förderverein der Realschule Vaterstetten. e.V. der sich mit großem Engagement für bessere Lernbedingungen, gezielte Talentförderung und eine lebendige Schulgemeinschaft ein. Ziel ist es, den schulischen Alltag der Schülerinnen und Schüler aktiv zu bereichern – mit zusätzlichen Projekten, finanzieller Unterstützung und konkreter Hilfe dort, wo staatliche Mittel nicht ausreichen.

Weitere Informationen und Mitmachmöglichkeiten zum Förderverein der Realschule Vaterstetten finden sie hier bei Grasbrunn Aktuell und auf der Webseite des Fördervereins.
Alle weiteren Aufführungen finden Sie im Veranstaltungskalender von Grasbrunn Aktuell.

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