Auto rast in in München in DemonstrationszugUpdate 

Ein schockierender Vorfall erschütterte am Freitagvormittag die Münchner Innenstadt: Ein Auto raste in eine Menschenmenge am Stiglmaierplatz und verletzte dabei mindestens 28 Personen, darunter zwei Schwerverletzte.
Auto rast in in München in Demonstrationszug

Update:
Ein Medien-Upload-Portal durch die Münchner Polizei wurde eingerichtet. Personen, die hier digitale Aufzeichnungen getätigt haben, werden gebeten, diese umgehend weiterzuleiten.

https://medienupload-portal01.polizei.bayern.de

Für Betroffene steht eine Krisenhotline zur Verfügung. Wer dringend psychische Unterstützung benötigt, kann sich rund um die Uhr kostenlos an den Krisendienst Psychiatrie Oberbayern unter 0800-6553000 wenden – die Beratung ist in 120 Sprachen möglich.

Zusätzlich bietet die Telefonseelsorge der Erzdiözese München und Freising ein Krisentelefon für Betroffene, Angehörige und Augenzeugen an. Dieses ist täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr unter der Nummer 089-1271 8590 erreichbar.


Zum Zeitpunkt des Vorfalls fand eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi im Rahmen der aktuellen Warnstreiks statt. Der 24-jährige Fahrer fuhr gezielt in den hinteren Teil des Demonstrationszuges und umfuhr zuvor mehrere Polizeifahrzeuge.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete den Vorfall als „mutmaßlichen Anschlag“ und forderte Konsequenzen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigte sich erschüttert, insbesondere da auch Kinder unter den Verletzten sind.

Ein Großaufgebot an Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräften war im Einsatz, darunter auch Rettungshubschrauber. Die Polizei konnte den Fahrer schnell „sichern“, es besteht keine weitere Gefahr für die Bevölkerung. Spekulationen über mögliche Mittäter werden derzeit geprüft.

Die Gewerkschaft Verdi zeigte sich auf ihrer Webseite schockiert über den Vorfall. Frank Werneke, Vorsitzender der Gewerkschaft, betonte: „Unsere Gedanken sind bei den unschuldigen Opfern und Verletzten.“ Die Demonstration wurde sofort abgebrochen, ebenso eine geplante Kundgebung auf dem Königsplatz.

Die Stadt München befindet sich aufgrund der aktuell laufenden Sicherheitskonferenz ohnehin in erhöhter Alarmbereitschaft. Ob ein Zusammenhang besteht, wird derzeit untersucht.

Die Generalstaatsanwaltschaft München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), hat die Ermittlungen übernommen, da Anhaltspunkte für einen extremistischen Hintergrund vorliegen.

Beitrag der Tagesschau vom 13.02.2025, 12:00 Uhr:

Quellen: BR24, Tagesschau
Beitragsbild: AppleMaps

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