Seit 2012 betreute er als Inhaber der zweiten Pfarrstelle, insbesondere die evangelischen Christen in Neukeferloh, Harthausen, Grasbrunn sowie Teilen von Vaterstetten. Dabei war er weit mehr als nur Seelsorger im klassischen Sinn: Als sensibler und zugewandter Begleiter war er in unzähligen Taufen, Trauungen, Beerdigungen, in Gottesdiensten sowie in den Seniorenheimen präsent – stets mit ruhiger Freundlichkeit, feinem Gespür und einem offenen Ohr für die Sorgen der Menschen.
Sein Engagement ging weit über die klassischen Aufgaben eines Gemeindepfarrers hinaus. Sedlmayr war maßgeblich beteiligt an der Etablierung der Taizégottesdienste, an der lebendigen Partnerschaftsarbeit mit Gemeinden in Tansania sowie an besonderen Formaten wie dem „Religionsunterricht für Erwachsene“. Auch die Kinder im Kindergarten Katharina-von-Bora lagen ihm besonders am Herzen – wie auch die Jugendlichen, die er in seinem letzten Amtsjahr mit spürbarer Nähe und Begeisterung begleitete.
Wie er in seinem Abschiedstext betont, blickt er mit Dankbarkeit und Wehmut auf diese Zeit zurück: „Es gab Momente, in denen wir als Kirchen gebraucht wurden – etwa beim Eintreffen von Geflüchteten aus Syrien oder der Ukraine. Diese Erfahrungen haben gezeigt, wie wichtig unsere Rolle in der Gesellschaft bleibt.“
Konstantin Frage, Vertreter der evangelischen Jugendarbeit, würdigte Sedlmayrs besonderen Zugang zu Jugendlichen: „Du warst nicht nur dabei, sondern mittendrin – auf Jugendcamps, Konfifahrten und am Lagerfeuer mit Gitarre. Du hast die Jugendlichen ernst genommen und ihnen Räume für Gemeinschaft und Glauben eröffnet.“
Auch Bürgermeister Klaus Korneder sowie viele Wegbegleiter, Gemeindemitglieder und Freunde ließen es sich nicht nehmen, sich persönlich von Pfarrer Sedlmayr zu verabschieden. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde auf dem Gelände der Petrikirche bei Musik, Gesprächen und einem bunten Sommerfest gefeiert – mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Pfarrer Gereon Sedlmayr wird künftig die erste Pfarrstelle der evangelischen Vaterunserkirche in München-Oberföhring übernehmen. Mit ihm verliert die Gemeinde in Baldham einen Pfarrer mit theologischer Tiefe, Menschlichkeit und Weitblick – aber sie weiß auch, dass seine Spuren in der Petrigemeinde bleiben.
Grasbrunn Aktuell dankt für 13 Jahre segensreiches Wirken – und wünscht für den Neuanfang in Oberföhring alles erdenklich Gute!

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