Am kommenden Wochenende verwandelt sich der Landkreis München in eine riesige Einsatzkulisse: Eine groß angelegte Katastrophenschutzübung mit Beteiligung zahlreicher Blaulichtorganisationen findet vom 25. bis 27. Juli 2025 statt – mit dabei auch die Freiwillige Feuerwehr Grasbrunn. Insgesamt werden 19 verschiedene Einsatzszenarien an mehreren Orten durchgespielt, darunter in Aschheim, Planegg, Hohenbrunn – und am Samstag auch in Grasbrunn-Keferloh.
Am Samstagvormittag, den 26. Juli, wird es in Keferloh ab 10:00 Uhr ernst – zumindest im Übungsfall: Zwei aufwendig inszenierte Katastrophenszenarien sollen dort unter realitätsnahen Bedingungen bewältigt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Grasbrunn nimmt dabei gemeinsam mit Kräften der Feuerwehr München, der Bundespolizei, dem Rettungsdienst des MKT (Münchner Krankentransport) sowie dem Rettungshubschrauber Christoph 1 teil. Insgesamt werden zwei Hubschrauber zum Einsatz kommen.
Genaue Details zu den Szenarien sind bewusst nicht im Voraus bekannt gegeben worden – auch das gehört zum Konzept der Übung, bei der insbesondere die Flexibilität und das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte getestet werden sollen. Denkbar sind etwa Großschadenslagen wie ein Busunfall mit vielen Verletzten, ein Gefahrstoffaustritt oder eine vermisste Person nach Explosion.
Das Landratsamt München betont, dass während der gesamten Übung keinerlei Gefahr für die Bevölkerung besteht. Dennoch bittet man um Verständnis für temporäre Verkehrsbehinderungen, laute Einsatzfahrzeuge, sowie Hubschrauberbewegungen – hauptsächlich im Raum Keferloh. Auch außerhalb der eigentlichen Übungsorte kann es zu erhöhtem Blaulichtaufkommen kommen, da viele Kräfte aus dem gesamten Landkreis sowie aus benachbarten Regionen anreisen.
Katastrophenschutz ist eine hochkomplexe Aufgabe. Wenn im Ernstfall mehrere Organisationen – von Feuerwehr über Polizei bis hin zu Rettungsdienst und Bundesbehörden – Hand in Hand arbeiten müssen, darf es keine Kommunikationsprobleme geben. „Nur durch regelmäßiges gemeinsames Üben können wir sicherstellen, dass im Notfall alles reibungslos funktioniert“, erklärt ein Sprecher des Landratsamts.
Daher wird großen Wert auf realitätsnahe Bedingungen gelegt: echte Einsatzfahrzeuge, echte Rettungskräfte, enge Zeitfenster – nur die Opfer sind (zum Glück) Statisten.
Die Freiwillige Feuerwehr Grasbrunn bereitet sich seit Wochen intensiv auf ihren Teil der Großübung vor. Neben der eigentlichen Einsatzplanung gehört dazu auch logistische Organisation, Materialprüfung und das Training seltener Einsatzlagen. Die Grasbrunner Bevölkerung kann also sicher sein: Wenn es einmal wirklich ernst werden sollte – unsere Einsatzkräfte sind bereit.
Grasbrunn Aktuell wird am Samstag vor Ort sein und im Nachgang über den Ablauf der Übungen berichten.
Hinweis für Anwohner:
Die Übung beginnt am Samstag, 26. Juli 2025, um 10:00 Uhr in Keferloh. Bitte beachten Sie verstärkte Blaulichtbewegung und mögliche temporäre Straßensperrungen rund um das Gut Keferloh und die angrenzenden Flächen.
Haben Sie Fotos oder Eindrücke von der Übung gemacht?
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