Der „Lemon Club“, die zentrale Anlaufstelle der offenen Jugendarbeit in Grasbrunn, bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Grund ist ein akuter Personalmangel, der den Betrieb im Bürgerhaus Neukeferloh aktuell unmöglich macht. Träger des Angebots ist der Kreisjugendring München-Land (KJR), der bereits die vakanten Stellen ausgeschrieben hat.
Die Gemeinde Grasbrunn reagiert betroffen auf die vorübergehende Schließung. „Der Lemon Club ist für viele Jugendliche ein wichtiger Ort zum Austausch, zur Freizeitgestaltung und zur Unterstützung im Alltag“, heißt es aus dem Grasbrunner Rathaus. Man hoffe auf eine baldige Wiederbesetzung der Stelle durch eine geeignete sozialpädagogische Fachkraft.
Der Lemon Club hat sich in den letzten Jahren als lebendiger Treffpunkt für Jugendliche im östlichen Landkreis etabliert. Neben offenen Angeboten wie Billard, Musik und Kochangeboten wurden regelmäßig Workshops, Ausflüge und Ferienprogramme organisiert – alles in entspannter Atmosphäre und unter professioneller pädagogischer Begleitung. Auch als niedrigschwellige Anlaufstelle bei Konflikten oder Sorgen war der Club ein fester Bestandteil der Jugendarbeit vor Ort.
Dass dieser wichtige Baustein der Gemeindestruktur nun pausieren muss, ist für viele Familien und Jugendliche ein Rückschlag – nicht zuletzt, weil der Lemon Club eine Lücke füllt, die der ländlich geprägte Raum oft offenlässt: unkomplizierte, regelmäßige Angebote für junge Menschen abseits von Schule und Sportverein.
Wer Interesse hat, Teil des Lemon-Club-Teams zu werden und die Jugendarbeit in Grasbrunn mitzugestalten, kann sich beim Kreisjugendring bewerben. Gesucht wird eine sozialpädagogische Fachkraft oder jemand mit vergleichbarer Qualifikation. Die Ausschreibung ist bei den Stellenanzeigen bei Grasbrunn Aktuell einsehbar.
Die Redaktion von Grasbrunn Aktuell bleibt selbstverständlich dran und informiert, sobald es Neues zur Wiedereröffnung gibt.
Bis dahin bleibt zu hoffen, dass sich bald eine engagierte Fachkraft findet – damit im Lemon Club wieder Leben einziehen kann.

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