Großbauprojekt in Grasbrunn vorgestellt

Bauprojekt Grasbrunn

In der 2. Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses der Gemeinde Grasbrunn wurde am Dienstag, den 9. Februar nun erstmals der Bebauungsplans Nr. 72 “Kirchenstraße, St.-Ulrich-Platz” in Grasbrunn in der öffentlichen Sitzung vorgestellt.
Insgesamt sind auf dem Areal 76 – 80 Wohnungen mit Tiefgarage geplant. Nach dem Abriss des Grasbrunner Hofs soll an der gleichen Stelle auch wieder eine Gastwirtschaft mit kleinem Biergarten entstehen.

Es wurde viel und lange über die einzelnen Punkte des Tagesordnungspunkt 1 diskutiert.
Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen stellte u.a. den Antrag einen öffentlichen Spielplatz als Begegnungsstätte für Familien auf dem Gelände mit einzuplanen.
Ebenso wollten einige Gemeinderäte wissen, ob es nicht möglich wäre, mehr 3-Zimmer Wohnungen als 1 Zimmer Single Wohnungen zu bauen, um mehr Familien nach Grasbrunn zu bringen.
Auch das Errichten von Zisternen wurde thematisiert, dann aber von der Mehrheit der Gemeinderäte abgelehnt, da dies einen zu großen Eingriff in die Baufreiheit bedeuten würde.

Die FWG-Fraktion äußerte zudem den Wunsch mindestens 10 Schrägparkplätze für Großfahrzeuge einzuplanen.

In weiteren Anträgen der FWG und SPD-Fraktion wurde gefordert festzusetzen, dass pro 200 bzw. 250 m2 Baufläche ein Baum gepflanzt werden muss.

Feuerwehrkommandant Hannes Bußjäger (FWG) gab außerdem zu bedenken, frühzeitig eine Baustraße (westlich des Baugebiets) mit einzuplanen, damit  der normale Verkehr in der Ortsmitte nicht durch Baufahrzeuge zu Staus führt.

In den nächsten Monaten werden wohl noch viele Punkte, u.a. über den durch den Zuzug vieler neuer Bürger entstehenden Verkehr, diskutiert werden. Es bleibt auch abzuwarten inwiefern sich die umliegenden Anwohner noch zu dem geplanten Bauprojekt äußern werden.

Im Ratsinformationssystem der Gemeinde Grasbrunn können Sie den Beschlussvorschlag, die Anträge der Fraktionen und die Konzeptskizzen einsehen.

7 Antworten auf “Großbauprojekt in Grasbrunn vorgestellt

  1. Grundsätzlich finde ich es ja gut, wenn durch dieses Bauprojekt mehr Familien in unsere Gemeinde ziehen. Aber wir sollten auch dafür sorgen dass genügend kleiner Wohnungen für z.B. unsere Jugend, die z.B. eine Große Stütze für unsere Feuerwehren sind zur Verfügung stehen.

  2. Michelle Nelson
    Wohnraum ja! Aber wir sollten die Chance nutzen und als Gemeinde dafür einzusetzen, dass eine echte Gemeinschaft entsteht und kein Schlafstadt ohne Wohnkultur. z.B. Mehrgenerationshäuser, Treffpunkte für Bewohner mit Tischen/Sitzgelegenheiten. ein großer öffentlicher Spielplatz. Dieses Baugebiet ist am Dorfplatz Grasbrunn und kann zu der Attraktivität unseren Ort beitragen – oder auch verhunzen. Die Gemeinde hat es in der Hand was aus unserem Dorf wird. Es gibt viele Ideen wie man sowas machen kann – Bei “Der Deutsche Wohnungsbau Award” z.B. https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Deutscher_Wohnungsbau_Award_2020_7439581.html

  3. Wir sollten auch im Gemeinderat über ein “Einheimischen Modell” für diese Neubaugebiet nachdenken. Eventuell lässt es sich im Städtebaulichen Vertrag festlegen dass GrasbrunnerBürger Vorverkaufsrecht haben … vielleicht 4 Wochen vor der Kaufstart.

  4. Ich würde mir generell wünschen, dass man sich um die Ortsteile und Zielsetzung mehr Gedanken macht – und dieses Projekt zum Anlass nimmt, mit den Bürgern in einen konstruktiven Diskurs zu gehen. Das ist eine eine einmalige Gelegenheit. Ich habe bereits vorgeschlagen, dass wir das fraktionsübergreifend organisieren. Ein Einheimischen-Modell ist meiner Ansicht nach allerdings bereits vorgesehen.

    1. Hallo Herr Blaukat,
      ein Diskurs zum Thema wohnungsbauliche Zielsetzung wäre sicherlich sehr interessant. Aber was wird dabei herauskommen? Wenn Sie sich die Baumaßnahmen der letzten 50 Jahre anschauen (Interplan-Siedlung, “Neukeferloh-Nord” Winklergründe, Kugler-Gelände Neukeferloh und Grasbrunn, Neubaugebiete in Grasbrunn, Harthausen und auch Möschenfeld, oder das Seniorenwohnheim) gab es da von den direkten Anwohnern und immer “Gegenwind”. Hätten sich da die Skeptiker durchgesetzt, hätte unsere Gemeinde heute vielleicht 4.000 Einwohner mit einer entsprechend alten Einwohnerstruktur. Es ist nun mal leider so, dass bei solchen Baumaßnahmen nur diejenigen an Diskussionen teilnehmen die das Bauvorhaben verhindern oder massiv einschränken wollen, was menschlich ja irgendwo nachvollziehbar ist, auch wenn`s der Allgemeinheit nicht dient.
      Sind Sie als Gemeinderat auch bereit diesen “Gegenwind” auszuhalten und die vernünftig geplante Baumaßnahme gegen den Widerstand dieser Minderheit durchzusetzen?
      Ich bin natürlich dafür die direkten Anwohner soweit wie möglich in die Planungen einzubinden. Nur mit einem vernünftigen Miteinander, bei dem beide Seiten auch zu vielleicht schmerzhaften Kompromissen bereit sein müssen, lässt sich so ein Projekt abwickeln. Aber gerade in unserer Region muss eines der Hauptziele sein, bezahlbaren Wohnraum auch für junge Menschen und Familien zu schaffen. Gerade junge Familien und junge Erwachsene können zum Erhalt einer Dorfgemeinschaft beitragen, sofern diese auch bereit sind sich in eine Dorfgemeinschaft zu integrieren.

    1. Das haben die Grünen entsprechend gefordert, sind damit leider nicht in der Mehrheit angekommen. Was ich ausgesprochen schade finde, da so etwas ein idealer Treffpunkt/Ausflugsort für Neukeferloher:innen oder Harthauser:innen hätte werden können. Und damit ein Treffpunkt für uns alle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.