Kein „Hitzefrei“ an unseren Schulen

Heute kein Hitzefrei

In den letzten Tagen waren die Temperaturen in den Landkreisen München und Ebersberg extrem hoch.
Im Ernst-Mach-Gymnasium und der Grund- und Mittelschule in Haar, im Humboldt-Gymnasium, der Realschule Vaterstetten und auch in der Grundschule in Neukeferloh mussten die Schülerinnen und Schüler mit Masken bis Schulschluss in den Klassenzimmern durchschwitzen. Einige uns gemeldete Vorfälle erzählten von Schwindel, Luftnot und roten Köpfen
bei vielen Schülern.

Eltern und Schüler fragen sich deshalb, warum es kein „Hitzefrei“ gibt.
Begründet wird das von einigen Lehrern damit, dass durch die Corona-bedingten Schließungen  viel nachgeholt werden müsse, um verpassten Schulstoff noch vor den Sommerferien aufzuholen.

Das Bayerische Kultusministerium sagt dazu:
„Eine gesetzliche oder sonstige rechtsverbindliche Regelung, wonach den Schülerinnen und Schülern ab einer bestimmten Temperatur oder unter sonstigen bestimmten Voraussetzungen „hitzefrei“ zu gewähren ist oder gewährt werden kann, existiert nicht. Die Schulleitung die pädagogische, organisatorische und rechtliche Gesamtverantwortung für die Schule. Dies gibt ihr grundsätzlich die Möglichkeit, an Tagen mit besonders hohen Temperaturen den Unterricht ausnahmsweise vorzeitig zu beenden.“

Die Schulen sind zwar dazu verpflichtet, bei starker Hitze gesundheitliche Folgen für die Schüler zu verhindern, müssen aber auch darauf achten, dass durch früheres Ende des Unterrichts die Schülerbeförderung nicht gefährdet wird.
Die Schulleitungen der jeweiligen Schulen entscheiden also allein, ob und wann sie die Schüler aufgrund zu hoher Temperaturen nach Hause schicken.

Natürlich sind viele berufstätige Eltern, gerade bei Grundschülern darauf angewiesen, dass ihre Kinder regulär zum Unterricht gehen.
Dennoch wäre hier etwas mehr Kreativität gefragt, z.B. den Unterricht nach draußen zu verlagern, eine Idee, die auch der Bayerische Elternverband unterstützt.
Dort müssten die Kinder zumindest keine Masken tragen.

 

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