Schwimmen lernen – TSV Vaterstetten macht’s möglich

Auch wenn Rettungskräfte schon mehrfach auf das Problem hingewiesen haben, sind aktuelle Zahlen ein erneuter Schock: Immer weniger Kinder in Deutschland können sicher schwimmen – mit fatalen Folgen.
Schwimmen lernen – TSV Vaterstetten macht’s möglich

Laut DLRG-Umfragen hat sich der Anteil der Grundschulkinder, die gar nicht schwimmen können, zwischen 2017 und 2022 verdoppelt. 2025 sind bis Redaktionsschluss bereits 236 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen – Bayern führt die traurige Statistik an. Gründe sind unter anderem marode und geschlossene Schwimmbäder, fehlendes Personal, zu teure Privatkurse und eingeschränkter Schwimmunterricht an Schulen.

Um dem entgegenzuwirken, bot der TSV Vaterstetten zu Beginn der Sommerferien kostengünstige Anfänger-Schwimmkurse an. Sieben engagierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter – Christine Breitner, Isabelle und Rian O’Connell, Dagmar Fiedler, Simon Seyfert, Nelli Schmid und Melanie Wiegartner – nahmen sich in ihrer Freizeit täglich Zeit für 84 Kinder zwischen vier und neun Jahren. In kleinen Gruppen mit jeweils zwei Trainern konnten die Mädchen und Buben erste Schwimmversuche machen oder vorhandene Fähigkeiten verbessern. Einige schafften sogar das Seepferdchen.

„Jedes Kind soll schwimmen lernen dürfen, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern“, betont Simon Seyfert, ehemaliger Leistungsschwimmer. Doch auch nach dem ersten Erfolg ist kontinuierliches Training wichtig – wirklich sicher gilt ein Kind erst mit dem bronzenen Schwimmabzeichen.

Wer weitermachen will, sollte sich den September vormerken: Dann findet das jährliche Vorschwimmen statt, bei dem alle Gruppen für das Schuljahr 2025/26 neu eingeteilt werden. Die Anmeldung läuft gestaffelt nach Jahrgängen ab 14. und 15. September online. Nur wer teilnimmt, kann im kommenden Schuljahr einen Platz im Schwimmtraining bekommen.
Details zu Anmeldung, Terminen und Ausnahmen finden Interessierte auf der TSVV-Homepage.

Beitragsfoto: TSV Vaterstetten

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