Bereits im August 2025 hatte Grasbrunn Aktuell über die Abreise von Magdalena Käsweber berichtet. Die Schülerin aus Grasbrunn wurde als eine von 30 Jugendlichen bayernweit vom Bayerischen Kultusministerium für das Stipendienprogramm „Botschafter Bayerns“ ausgewählt und ging für mehrere Monate nach Irland.
Nun haben wir nachgefragt, wie es Magdalena in Irland ergeht. In ihrer Zwischenbilanz schildert sie offen und persönlich ihre bisherigen Erfahrungen bei ihrer Gastfamilie und in der neuen Umgebung.

Schon bei ihrer Ankunft sei sie von ihrer Gastfamilie herzlich empfangen worden und habe sich sofort willkommen gefühlt. In den ersten Tagen verspürte sie keinerlei Heimweh, doch nach einiger Zeit folgte – wie bei vielen Austauschschülerinnen und -schülern – ein kleines emotionales Tief. Entscheidend sei gewesen, offen mit ihren Gasteltern darüber zu sprechen. Gemeinsam suchten sie nach Möglichkeiten, Magdalena wieder aufzufangen, unternahmen kleine Ausflüge und besuchten Verwandte der Gastmutter. Besonders die vielen Geschichten über Irland und die Familiengeschichte hätten ihr geholfen, das Heimweh zu überwinden.
Zu den prägendsten Erfahrungen zähle vor allem die Anfangszeit ihres Aufenthalts. Ohne vertraute Personen und fernab der gewohnten Umgebung musste sie neue Freundschaften knüpfen und ihren Platz innerhalb der Gastfamilie finden. Diese Herausforderungen haben sie nachhaltig gestärkt und selbstbewusster gemacht, sagt Magdalena. Sie habe gelernt, zunächst auf sich allein gestellt zurechtzukommen und sich aktiv in neue Gemeinschaften einzubringen.


Auch der Schulalltag in Irland bot Magdalena viele bereichernde Erlebnisse. Ein besonderes Highlight war die Aufführung des Musicals „Sister Act“, das gemeinsam vorbereitet und auf die Bühne gebracht wurde. Magdalena sang im Chor mit – eine Erfahrung, die ihr große Freude bereitet habe. Das gemeinsame Proben und Auftreten habe nicht nur den Zusammenhalt gestärkt, sondern ihr auch gezeigt, wie schnell man Teil einer neuen Gemeinschaft werden könne.
Ein ganz besonderer Höhepunkt ihres Aufenthalts war das Weihnachtsfest, das in Irland über mehrere Tage gefeiert wird. Am Heiligabend besuchte die Familie Verwandte, wo bereits Geschenke ausgetauscht wurden. Am nächsten Morgen folgte die Bescherung im eigenen Zuhause, anschließend der gemeinsame Gottesdienst und ein weiterer Familientag mit Übernachtung bei der Verwandtschaft. Rückblickend bezeichnet Magdalena diese Weihnachtstage als das bislang schönste Erlebnis ihrer Zeit in Irland.
Für die verbleibenden Monate hat sich Magdalena vorgenommen, weiterhin jede Gelegenheit zu nutzen, um neue Eindrücke zu sammeln, irische Traditionen kennenzulernen und aktiv am Familienleben teilzunehmen. Besonders wichtig ist ihr dabei die Zeit mit ihrer Gastfamilie – und ganz besonders mit ihrem fünf Wochen alten Gastbruder. Immer wieder werde sie auch auf das Oktoberfest angesprochen und könne so viel über bayerische Bräuche und Traditionen erzählen. Als kleines Stück Heimat kochte sie für ihre Gastfamilie Käsespätzle, zudem schickten ihre Eltern ein Paket mit bayerischen Spezialitäten nach Irland.
Magdalenas Erfahrungen zeigen eindrucksvoll, wie wertvoll internationale Austauschprogramme sind – nicht nur für die persönliche Entwicklung, sondern auch für das gegenseitige Verständnis zwischen jungen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Grasbrunn Aktuell wird weiterhin über ihren Aufenthalt als Botschafterin Bayerns berichten.

Wir als Großeltern freuen uns sehr, dass Magdalena diese Möglichkeit hat, die vielen Eindrücke und Erlebnisse in Irland erleben zu können. Ein tolles Mädel, wir freuen uns natürlich auch auf ein glückliches Heimkommen im Mai 2026