Gemeinderat diskutiert über Umgehungsstraße für Grasbrunn

Die FWG Fraktion hatte am 09.02.2021 einen Antrag zur Prüfung des Baus einer Umgehungsstraße westlich zwischen der Kirchenstraße in Grasbrunn und der M25 an die Gemeindeverwaltung eingereicht. Begründet wurde der Antrag u.a. mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen, das auch durch das Neubaugebiet in Grasbrunn entstehen wird.

In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde nun über die verschiedenen Möglichkeiten gesprochen. Als Diskussionsgrundlage wurden von der FWG drei mögliche Varianten eingereicht, die sie unten sehen können.

Der 1, Bürgermeister Klaus Korneder unterstützte den Antrag, gab aber zu bedenken, dass auch die verkehrstechnischen Folgen für den Ortsteil Neukeferloh geprüft werden müssen. Er schlug außerdem vor, auch die Trasse westlich der A99 als Alternative zu den eingereichten Varianten in die Prüfung mit aufzunehmen.

Die Gemeinderäte stimmten letztendlich mehrheitlich dafür, die Verwaltung mit der Prüfung der verschiedenen Varianten der Umfahrungsmöglichkeiten zu beauftragen und eine Kostenschätzung abzugeben.

Was halten die Bürger der Gemeinde Grasbrunn von dem Vorschlag?
Diskutieren Sie in den Kommentaren mit!

Variante 1: Von der Kirchenstraße über den Haarer Weg zum Kreisel am Ortseingang Grasbrunn

Umgehung Variante 1
Variante 2: Von der Kirchenstraße zur M25
Umgehung Variante 2
Variante 3: Von der Kirchenstraße parallel zur A99 und dann Richtung Sportpark
Umgehung Variante 3

Bildquellen: Gemeinde Grasbrunn

8 Antworten auf “Gemeinderat diskutiert über Umgehungsstraße für Grasbrunn

  1. Ich finde grundsätzlich sehr positiv wenn es für die ursprünglichen Straßen (die nahezu ausnahmslos durch die Ortsmitten geführt sind) Alternativen in der Ortsumfahrung geprüft und realisiert werden.
    Dass dies nun in der Folge eines großen neuen Baugebiets (welches für uns in Grasbrunn an der Tagesordnung ist) erfolgt ist ebenso positiv.

    Verwundert bin ich jedoch über die Nordwest Lösung: zum einen erstaunt mich dass dort der meiste Verkehr sein soll bzw vermieden werden soll und zum anderen vermisse ich deutlich eine gesamte Lösung für Grasbrunn (was ist das Ziel). Nach meiner laienhaften Wahrnehmung ist der meiste Verkehrsfluss von bzw nach Harthausen (bzw Ekkehartstraße) kommend/fahrend in Richtung Putzbrunn und Neukeferloh- was somit diese Varianten konkret bringen sollen, ist mir unklar.

    Zudem wurde kürzlich beschlossen sich an der Studie zu einer neuen A99 Tangente zu beteiligen- wie ist der Zusammenhang? Und die konkrete Verbindung zu der nunmehr diskutierten Lösung?

    Ich finde diese Themen sollten a) im gesamtzusammenhang gesehen, diskutiert und beschlossen werden und b) auf Basis profunder Daten über die tatsächlichen Verkehrsflüsse.
    Dies eine nachdrückliche Anregung für unseren Gemeinderat und die interessierte Öffentlichkeit!

  2. Grundsätzlich ein sehr guter Vorschlag, vor allem die Streckenführung parallel zur Autobahn, aber…. Wurde denn von der FWG Fraktion schon mal vorab bei den Besitzern der Grundstücke nachgefragt wie die Bereitschaft zum Verkauf der Grundstücke ist? Wenn ich mir anschaue wie sich die Waldbesitzer, die einen kleinen Teil Ihres Waldes für den Radweg vom Sportpark nach Neukeferloh verkaufen sollten, dagegen gewährt haben und dann sogar “Enteignung” ins Spiel gebracht werden musste um eine Einigung zu erzielen, sehe ich für dieses Projekt eher schwarz, bzw. dass dauert genau so lange wie der Radweg.
    Und Herr Knapp, ich gebe Ihnen recht, ein starker Verkehrsfluss geht von bzw nach Harthausen (bzw Ekkehartstraße) in Richtung Putzbrunn und Neukeferloh. Aber da handelt es sich nach meiner laienhaften Auffassung wohl hauptsächlich um Pendler die die B304 und oder die A99 umgehen wollen. Dieser Verkehr sollte durch die Parallele zur A99 umgeleitet werden. Statt in Harthausen abzubiegen gerade aus weiter Richtung Putzbrunn über die A99 und dann auf die Parallel die dann westlich der A99 verläuft. Wenn diese Parallele Wirklichkeit werden sollte und die damit der Verkehrsfluss in allen Gemeindeteilen reduziert würde, wäre die neue Ortsumfahrung vielleicht nicht notwendig. Aber bis dahin sollte diesen Planungen unbedingt weiter betrieben werden als “PlanB” für den Fall dass die Parallele nicht umgesetzt wird. Und dann kann man immer noch überlegen einen “Ringschluss” um Grasbrunn zu planen.

  3. Der Vorschlag für eine isolierte Umgehungsstraße kommt ein wenig und unvermittelt und darf – für ein so kostenintensives Projekt – nicht ohne Plan erfolgen. Und mit Plan meine ich einen Plan für die Gesamtentwicklung des OT Grasbrunn, auch mit Berücksichtigung der Konsequenzen für andere Ortsteile.

    Wie sieht die Gemeinde Grasbrunn im Jahr 2050 aus? Seit Corona wird Homeoffice immer normaler, d.h. die Notwendigkeit “in die Stadt” (also zum Arbeitsplatz) zu fahren wird geringer. Und mir bekannte Bauherren und Architekten sprechen bei München schon von einer Stadt mit sterbender Lebensqualität, da sie immer mehr zur reinen Wohnstadt entwickelt wird – dass das Leben “auf dem Land” wird dadurch immer attraktiver. Hier ist die Lebensqualität noch vor der Haustür – vorausgesetzt, (Umgehungs-=)Straßen verstellen nicht den Weg natürlich….

    Sollte man Autos überhaupt noch soviel Raum geben? Wie wäre es mit einem OT Grasbrunn als Fußgängerzone (abgesehen von Anwohnern, Taxis und Busse)? Überall Fahrradwege breiter als Auto-Straßen? Elektrische Klein-Shuttlebusse? Und wir brauchen bezahlbaren Lebensraum für uns und unsere Kinder, Infrastruktur für moderne Kinderbetreuung, schulische Ausbildung. Schnelles Internet… erinnern Sie sich noch an die Wahlversprechen?

    Aber eine Umgehungsstraße? Leute… wie wichtig ist die Umgehungsstraße für Grasbrunn 2050?

    1. Ich ermutige die Bürger gerne einmal an der öffentlichen Gemeinderatssitzung teilzunehmen, wenn diese Punkte auf der Tagesordnung stehen. Da werden dann manche Dinge etwas klarer. Gerne auch mal auf meiner Facebook- oder Instagram-Seite vorbei schauen. Ich werde zum Wochenende hin dazu ein Video erstellen, was in Kürze die Lage etwas erklärt. Es muss auch aus Kostengründen immer abgewägt werden, welche Planungen der Kreis verfolgt und welche man als Gemeinde selbst realisieren kann. Die von der FWG vorgeschlagene Erschließungsstraße (Umgehung wäre zu viel gesagt), könnte durch die Gemeinde ggf. finanziert werden und betrifft hauptsächlich das Neubaugebiet. Derzeit läuft zusätzlich ein Gutachten des Landkreises, an dem die Gemeinde beteiligt ist, die sich mit einer größeren Lösung westlich von der Autobahn orientieren wird. Diese hat aber einen anderen Zweck und wird Jahre bis zur Realisierung dauern. Das Gutachten, welches im Gemeinderat für die Erschließungsstraße untersuchen wird, enthält noch eine zusätzliche Variante westlich der Autobahn – man wird sehen, was dabei herauskommt.

  4. Erschließungsstraße oder Umgehungstraße? Was soll realisiert werden? Eine Umgehungstraße muss weit genug weg vom Ort sein, um nicht wieder andere Bürger mit Lärm und Emission zu belasten. Aber, im Rahmen des neuen Baugebiets in Grasbrunn ist eigentlich eine Erschließungsstraße erwünscht, damit die neuen Bewohner nicht alle über die Kirchenstraße fahren. Grundsätzlich finde ich, dass wir über Verkehr und Mobilität reden sollen, bevor wir ein Baugebiet ausweisen und nicht erst weil eine Partei einen Antrag diesbezüglich stellt.

    Ich wohne in Grasbrunn-Dorf seit über 20 Jahren und wir haben schon sehr viele Pendler die über Grasbrunn – mit RO oder EBE Kennzeichen – nur durchfahren. Solch überörtlicher Verkehr gehört meiner Meinung raus aus den Dörfern – und auf die Autobahn oder andere “höhere” Straßen wie Bundesstraßen oder Staatsstraßen. Sie sind dafür gebaut, um großen Mengen von Verkehr zügig von A bis B zu bringen. Daher finde ich das man die Durchfahrt Grasbrunn für Pendler unattraktiv machen muss … mit Fußgängerampeln, Verkehrsberuhigten Bereichen um den Dorfplatz, Straßen-Verengungen… usw. Das wäre auch wünschenswert damit wir Grasbrunner auch mal die M25 überqueren können ohne zu rennen…

    Meine Meinung – Wenn wir eine Umgehungstraße bauen ziehen wir mehr Verkehr an – da das Umland München die nächsten Jahren stark wachsen wird. Eine Erschließungstraße für das neue Baugebiet, von Ortseingang aus Neukeferloh kommend, ist eine bessere Lösung.

  5. Frau Nelson, ich gebe Ihnen vollkommen recht. Wir müssen den “Pendlerverkehr” der nicht Ortsansässigen “umleiten”, aber so, dass er nicht andere Gemeindeteile oder Nachbargemeinden belastet.

    Wenn Sie die Durchfahrt durch Grasbrunn durch Fußgängerampeln (wie oft wären die durch Fußgänger morgens und Abends in Betrieb??), Straßenverengungen (haben Sie mal unsere Landwirte, die wir für unsere regionale Versorgung doch bitte weiterhin haben möchten, gefragt was das für die bedeutet, von den Bussen mal ganz abgesehen!) und verkehrsberuhigter Bereich (wie muss ich mir das vorstellen? Kopfsteinpflaster, Fußgängerbereich???) “unattraktiv” machen, werden die Pendler, solange es keine Alternative (A99 Parallele) gibt, z.B. über Harthausen und Möschenfeld ausweichen. Das kann doch auch nicht die Lösung sein.
    Das z.B. Verkehrsverengungen leider nicht viel bringen zeigt ja schon die Ekkehardtstr.

    Daher finde ich die Überlegungen einer Parallele zur A99 westlich der Autobahn sehr gut und ein Mittel diesen Verkehr vernünftig umzuleiten.

    Wie in meinen Kommentar geschrieben, Anbindung der ST 2079 (Oberpframmern-Putzbrunn) an den Kreisel westlich von Grasbrunn an eine neue Parallele die dann neben der Autobahn Richtung norden läuft. Wie steht Ihre Fraktion zu dieser Parallele, die dann aus meiner Sicht zu einer Entlastung der Gemeindebürger führen würde?

    Ob wir mit einer Umgehungsstraße mehr Verkehr anziehen würden bezweifle ich. Aber dieser Verkehr würde dann zumindest den Ortskern Grasbrunn “umfahren”. Und dazu vielleicht aus Richtung Neukeferloh und Putzbrunn ein Durchfahrtsverbot für den Ortskern Grasbrunn für Nichtanwohner (wenn sowas auf einer Staatsstraße überhaupt vom Landratsamt möglich wäre).
    Das würde dann zumindest alle Pendler Richtung EBE oder RO dazu zwingen über die Umgehungsstraße (die Variante direkt neben der Autobahn wäre da am besten geeignet) auf den Kreisel westlich von Grasbrunn auszuweichen und dort über die ST 2079 zu fahren.
    Und ich als Neukeferloher würde diese Straße dann auch lieber benutzen um nach Putzbrunn und weiter zu kommen. Und für Harthausen könnte das bedeuten, dass die Pendler auch aus Richtung EBE und RO dann morgens vielleicht auch diesen neuen Weg benutzten.

    Für uns Neukeferloher bringt das zwar leider keine Entlastung, solange die Parallele A99 nicht gebaut ist, aber es wäre ein Anfang.

  6. Wir sind mit dem Neubaugebiet in Grasbrunn an einen Punkt gekommen, der uns die Möglichkeit gibt, beherzt die Mobilität in der Gemeinde zu verbessern – mit mehr Radwegen, ÖPNV-Ausbau und Verkehrsberuhigung in Grasbrunn-Dorf. Vor allem der Radweg an der M25 von Grasbrunn (Sportpark) nach Neukeferloh muss endlich realisiert werden.

    Wir sollten als Gemeinde erst weitere Baugebiete in Grasbrunn ausweisen, wenn wir ein Konzept für den Verkehr und Mobilität haben…

    Auch eine Erschließungstraße für das Neubaugebiet – die nicht über die Kirchenstraße führt – wäre ein möglicher Ansatz um den Verkehr in Grasbrunn-Dorf nicht weiter zu erhöhen.

  7. Frau Nelson, was müsste denn aus Sicht der Grünen bezüglich Mobilität in Grasbrunn noch verbessert werden?
    Radweg vom Sportpark nach Neukeferloh ist ja schon geplant, scheitert aber wohl bisher (noch) an der Weigerung einer Grundstücksbesitzerin einen mehr als kleinen Streifen zu verkaufen.

    ÖPNV. Was sollte hier noch passieren. Es gibt bereits eine Busverbindung von Grasbrunn nach Vaterstetten zur S-Bahn. Und die S-Bahn fährt morgens und abends im 10 Minuten Takt.
    Und zum Thema “Verkehrsberuhigung” hatte ich ja schon ein paar Fragen gestellt, auf die Sie aber noch nicht geantwortet haben.
    Würde mich freuen, wenn Sie als Gemeinderätin auf diese Fragen noch antworten würden.

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