Es war ein Abend voller Erinnerungen, Dankbarkeit und persönlicher Begegnungen:
Rund 160 Gäste waren ins Bürgerhaus Neukeferloh gekommen, um Klaus Korneder nach 18 Jahren an der Spitze der Gemeinde offiziell zu verabschieden. Gleichzeitig erhielt der ehemalige Erste Bürgermeister zwei besondere Ehrungen.
Der Gemeinderat verlieh ihm einstimmig die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ sowie die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Grasbrunn.

Der feierliche Abend begann jedoch mit einem stillen Moment. Mit einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden des kürzlich verstorbenen ehemaligen Dritten Bürgermeisters Michael Hagen, der das kommunale Leben in Grasbrunn über viele Jahre mitgeprägt hatte.
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Wegbegleiter aus Politik, Vereinen, Kirchen, Verwaltung und Wirtschaft. Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses, des Bauhofs und der gemeindlichen Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, um auf gemeinsame Jahre zurückzublicken. In persönlichen Grußworten würdigten unter anderem der stellvertretende Landrat und Oberhachinger Bürgermeister Stefan Schelle, der Zweite Bürgermeister und 1. Grasbrunner Feuewehrkommandant Hannes Bußjäger, TSV-Vorsitzender Uli Hammerl, Markus Meyer von der Schützengesellschaft Edelweiß Grasbrunn-Neukeferloh, Ulrich Ossig von der Nachbarschaftshilfe Vaterstetten sowie Oliver Bertram von Grasbrunn Aktuell den langjährigen Rathauschef.







Korneder selbst zeigte sich sichtlich bewegt von den zahlreichen Erinnerungen und persönlichen Worten. In seiner Dankesrede richtete er den Blick vor allem auf die Menschen, die ihn während seiner politischen Laufbahn begleitet hatten. Besonders hob er die Unterstützung seiner Familie hervor, die über viele Jahre hinweg die Belastungen und zeitlichen Herausforderungen des Bürgermeisteramtes mitgetragen habe.
In seiner Laudatio zeichnete Grasbrunns neuer Erster Bürgermeister Sebastian Stüwe die wichtigsten Stationen der Amtszeit seines Vorgängers nach. Als Korneder 2008 das Amt übernahm, stand die Welt mitten in der Finanzkrise. In den folgenden Jahren musste die Gemeinde weitere Herausforderungen bewältigen, darunter die Corona-Pandemie, steigende Anforderungen an die kommunale Infrastruktur und die wachsenden Bedürfnisse einer dynamischen Gemeinde im Münchner Osten.
Gleichzeitig wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die das Ortsbild bis heute prägen. Dazu zählen der Ausbau der Kinderbetreuung, die Erweiterung der Grundschule, der Neubau der Sporthalle in Neukeferloh sowie erhebliche Investitionen in Straßen, Radwege und öffentliche Einrichtungen. Auch das neue Feuerwehrgerätehaus in Neukeferloh entstand während seiner Amtszeit. Mit den Kreisverkehren am Forstwirt und am Ortseingang von Neukeferloh wurden wichtige verkehrliche Verbesserungen geschaffen, die den Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger erleichtern.
Bereits in früheren Berichten von Grasbrunn Aktuell wurde mehrfach über Projekte berichtet, die unter Korneders Führung angestoßen oder umgesetzt wurden. Dazu gehören die kontinuierliche Entwicklung kommunaler Wohnbauprojekte, die Stärkung der Partnerschaft mit der französischen Partnergemeinde Le Rheu sowie die langfristige Sicherung wichtiger Grundstücksflächen für die weitere Ortsentwicklung. Auch die Vereinheitlichung historisch gewachsener Straßenbezeichnungen in den verschiedenen Gemeindeteilen stellte ein Projekt dar, das oft wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhielt, für die Verwaltung und die Bürgerinnen und Bürger jedoch erhebliche Erleichterungen brachte.
Von besonderer strategischer Bedeutung war zudem der Aufbau des interkommunalen Geothermie-Projekts. Die Beteiligung an dieser zukunftsweisenden Form der Energieversorgung gilt als eine der langfristig wichtigsten Entscheidungen für die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde und der Region.
Während seiner drei Amtsperioden verstand sich Korneder stets als Bürgermeister für alle Gemeindeteile. Ob Grasbrunn, Neukeferloh, Harthausen, Möschenfeld oder Keferloh – viele Entscheidungen waren darauf ausgerichtet, die unterschiedlichen Interessen innerhalb der Gemeinde zusammenzuführen und gleichzeitig den dörflichen Charakter zu bewahren. Dieses Bemühen wurde auch in den Redebeiträgen des Abends immer wieder hervorgehoben.
Der emotionale Höhepunkt folgte zum Abschluss der Veranstaltung. Unter langanhaltendem Applaus erhielt Klaus Korneder die Urkunden zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde und der Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“. Anschließend durfte er sich in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen.

Mit diesen Ehrungen würdigt die Gemeinde nicht nur eine Amtszeit von 18 Jahren, sondern auch ein außergewöhnliches kommunalpolitisches Engagement. Die zahlreichen Gäste im Bürgerhaus machten deutlich, dass Klaus Korneder in dieser Zeit weit mehr hinterlassen hat als Bauprojekte und Beschlüsse. Es sind vor allem die gewachsenen Beziehungen, das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger sowie die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde, die mit seinem Namen verbunden bleiben werden.
Beitragsfoto: Carmen Müller, Dritte Bürgermeisterin, Klaus Korneder, Altbürgermeister, Sebastian Stüwe, Erster Bürgemeister und Hannes Bußjäger, Zweiter Bürgermeister (Alle Fotos von Karin Dreher und Astrid Sautter)

Diese Auszeichnungen hat er sich mehr als verdient.
Altbürgermeister Korneder ist ein nachahmenswertes Beispiel eines Menschen, der Verantwortung für die Belange einer Gemeinschaft übernimmt.
Danke für 18 Jahre unermüdliches Engagement für die Bürger unserer Gemeinde.