Zickzack beim neuen Radweg durch Neukeferloh

Waldbrunner Straße

Auf der Bauausschusssitzung am 11.01.2022 wurden nun weitere Details zur Verlängerung des Radwegs an der M 25 vom Sportpark bis zum Kreisel in Neukeferloh bekannt. Bis spätestens Ende Februar sollen die Fällarbeiten der Bäume noch vor der Brutzeit abgeschlossen werden, damit die Bauarbeiten ab Mai beginnen können.

Ungewiss ist noch die Fortsetzung der Streckenführung ab dem Kreisel am Ortseingang Neukeferloh bis zur Unterführung an der B304. Die sich natürlicherweise aufzwingende Lösung wäre, die Waldbrunnerstraße mit einer Radspur zu versehen, um auf diesem Weg den kürzesten und direktesten Zubringer zur B304-Unterführung, Technopark und letztlich zur S-Bahn zu realisieren.

Die Grasbrunner Gemeindeverwaltung hat diese Lösung jetzt pauschal als „nicht machbar“ zurückgewiesen. Ob dabei wirklich alle Möglichkeiten der politischen Einflussnahme bzw. der Eskalation genutzt wurden, kann bezweifelt werden. Der alternativ von der Gemeindeverwaltung „erarbeitete“ Vorschlag für die Führung des Radwegs mutet jedenfalls wie ein schlechter Scherz an.

Radwegführung-M25-Grasbrunn-Neukeferloh Neu

Denkt man im Rathaus tatsächlich, dass sich unsere Kinder und die Erwachsenen vom einfachen und kurzen Geradeaus auf der Waldbrunnerstraße zu einem viel längeren Maus-im-Labyrinth Fahrradweg mit diversen Kreuzungen umleiten lassen?

Nebenbei würde diese Veränderung auch ein klares Signal für die zukünftige strategische Verkehrsentwicklung in der Gemeinde Grasbrunn setzen, indem endlich allen Verkehrsteilnehmern die gleiche Priorität eingeräumt wird.

Hier sind Bürgermeister und Gemeindeverwaltung gefragt, endlich die strategische Entwicklung der Gemeinde in die Hand zu nehmen, anstatt die Bürger immer wieder mit dem Hinweis zu besänftigen, dass andere stärkere Interessen hätten, denen die Gemeinde nichts entgegenzusetzen hätte. Wie sehen Sie das? Stimmen Sie mit uns ab oder schreiben Sie uns Ihre Sicht in den Kommentaren.

9 Antworten auf “Zickzack beim neuen Radweg durch Neukeferloh

  1. Die ZickZack-Lösung wird ein Schildbürger-Streich. Derzeit sind auf beiden Straßenseiten ja Gehwege. Was würde denn dagegen sprechen, einen als Fußgängerweg und den anderen als Radweg bzw. Kombinierten Weg auszuweisen?

    1. Da spricht einiges dagegen. Ein Radweg muss mind. 1,50 M breit sein, also insgesamt 3 Meter, wenn er in beide Richtungen genutzt werden soll. Das würde eine nicht mögliche Fahrbahn-Verschmälerung erfordern. Zudem wurde so ein Radweg nur auf der rechten Fahrbahnseite Richtung B 304 Sinn machen, um Anschluss an den Radweg nach Vaterstetten zu haben. Aber da gibt es z.B. eine Bushaltestelle, die dann mit dem Radweg kollidiert, da ja dort nur Fahrräder fahren dürften. Und dann die Frage wo z.B. Kinder aus dem Treiberweg die Waldbrunnerstr. überqueren sollten. Letztendlich ist die Waldbrunnerstr. Einfach nicht breit genug.

      1. Das mit den 1,50 m in jeder Richtung ist sicherlich unrealistisch, entspricht aber auch nicht dem Zustand der meisten „Radwege“. Es muss doch darum gehen, für alle Verkehrsteilnehmer eine sichere Lösung zu finden und da – denke ich – sind bei der Waldbrunner Straße noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Natürlich muss man über Umbauten nachdenken. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass man eine Bushaltestelle verlegt. Wir haben uns ja in Neukeferloh schon den Luxus geleistet, dass wir im Umkreis von 300 Metern 6 bis 8 Haltestellen (aus)gebaut haben.

  2. Ja, das kommt auch noch hinzu. Dies wissen auch die Bauamtsmitarbeiter und deswegen sehr wahrscheinlich auch diese Ausweichstrecke.

  3. Die Waldbrunner Straße, wie auch andere Straßen im Gemeindebund, zu Tempo 30 zu machen, wäre äußerst wünschenswert, aber leider nicht realistisch: Es handelt sich um eine übergeordnete Straße, deren Tempo nicht von der Gemeinde definiert werden kann.

    Dennoch hielte ich es für erstrebenswert, dass Gemeinde samt Bürger sich gemeinsam für eine lebenswertere Gemeinde einsetzen. Und dazu gehört sicherlich gleiches Recht für Fahrrad-Fahrer, wie für andere Verkehrsteilnehmer!
    Vor allem, wenn nun endlich die Anbindung zwischen Grasbrunn und Neukeferloh kommt. 

    Allerdings sollte alles aus meiner Sicht eingebettet in ein Gesamtkonzept zur weiteren Entwicklung unserer Gemeinde stattfinden, damit dieses Stückwerk denken aufhört.

  4. Ich denke, dass die Straße schlichtweg viel zu eng ist, um dort auf der Straße noch einen „Radweg“ zu integrieren, zudem die Rennrad-Fahrer sowieso nicht auf Radwegen fahren. 

    Kinder fahren meines Erachtens sicherer in den Wohnsiedlungen und fahren, falls sie zur Realschule oder zum Gymnasium nach Vaterstetten fahren, sowieso beim Orterer über die Ampel.

    Tempo 30 fände auch ich sehr sinnvoll.

    So und dann hätte ich gerne Neuigkeiten vom Radweg von Harthausen nach Möschenfeld, der für mich viel sinnvoller erscheint und zudem viel mehr genutzt werden würde.

    1. Hallo C.M. ,
      ich sehe es wie Sie, die Straße ist viel zu schmal. Die Straße durch einen Radweg noch weiter zu verengen dürfte allein schon wegen der Bushaltestellen und der Feuerwehr kaum möglich sein. Es stellt sich mir auch die Frage, ob die Gemeinde überhaupt Entscheidungen für diesen Straßenabschnitt treffen kann. Ist die Waldbrunnerstraße nicht Bestandteil der M25 und somit in der Verantwortung des Landkreises?

  5. Es wäre auch sinnvoll die Waldbrunner Strasse zu einer Zone 30 zu machen. Viele Autofahrer denken sie sind auf der Rennstrecke.

  6. Derzeit ist das Radfahren auf dem Gehweg ja erlaubt – warum nicht auch in Zukunft?
    Alternativ sollte man über eine 30‘ er Zone vom Kreisel bis zur B304 nachdenken

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung der von Ihnen angegebenen, personenbezogenen Daten zu.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Es werden alle Kommentare moderiert. Lesen Sie bitte auch unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.